Vorwerkgelände Gehrden: Autos kommen über Levester Straße ins Neubaugebiet
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Gehrden Ehemaliges Vorwerkgelände: Autofahrer sollen über Levester Straße ins Neubaugebiet kommen
Aus der Region Region Hannover Gehrden Ehemaliges Vorwerkgelände: Autofahrer sollen über Levester Straße ins Neubaugebiet kommen
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15:16 29.03.2020
Autofahrer sollen über die Levester Straße auf Höhe des Friedhofes ins Neubaugebiet kommen. Die Zufahrt ist nur wenige Meter westlich der vorhandenen Ampel geplant. Quelle: Astrid Köhler
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Gehrden

Die künftigen Bewohner des Neubaugebietes sowie der gleichfalls auf dem alten Vorwerkgelände geplanten Kita werden ihre Ziele vorrangig von Norden erreichen. Von der Levester Straße aus soll die künftige Hauptstraße in Nord-Süd-Richtung durch das Gebiet mit rund 220 Wohneinheiten verlaufen. Der Verkehrsausschuss hat sich bei seiner jüngsten Sitzung Mitte März einstimmig für den Bau einer Zufahrt auf Höhe des Friedhofes ausgesprochen.

Die Zufahrt soll nur wenige Meter westlich der vorhandenen Fußgängerampel entstehen. Wegen der nötigen Linksabbiegespur ist eine stellenweise Verbreiterung der Fahrbahn bis zur Friedhofmauer vonnöten. Der zurzeit noch vorhandene Trampelpfad entfällt. Fußgänger nutzen künftig den neu auszubauenden Gehweg auf der Südseite. Alle Kosten würden vollständig übernommen, erläuterte Stadtplanerin Nicole Leubert vor dem Verkehrsausschuss. Der Kauf zusätzlicher Flächen sei nicht erforderlich.

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Wegen der neuen Zufahrt müsse zwar die östlich gelegene Bushaltestelle „Friedhof“ samt Gehweg beidseits der Levester Straße neu hergerichtet und ein schmaler Streifen des Friedhofs überplant werden. Gräber seien davon aber nicht betroffen, hieß es im Ausschuss.

Vier Anschlusspunkte ins Neubaugebiet – für 1200 Fahrten

Insgesamt sind vier Anschlusspunkte ins Neubaugebiet vorgesehen: neben der Levester Straße auch von der Bahnhofsstraße, der Straße Am Spehrteich sowie von der Bahnhofsstraße aus. Der Verkehr solle aber deutlich auf die Levester Straße konzentriert werden, hieß es. Diese könne die erwarteten zusätzlichen Verkehrsmengen von täglich rund 1200 Fahrten ins Neubaugebiet mit Kita am besten aufnehmen. Auf der Levester Straße wurden bei Verkehrszählungen vor einem Jahr rund 9000 Fahrten gezählt.

Als Ergänzungsvariante geprüft aber aus Kostengründen vom Tisch ist der Bau eines Kreisels im weiteren Verlauf der Levester Straße – nahe dem Aldimarkt und zur Straße Am Spehrteich. Die Maßnahme könne nicht eindeutig dem Vorhaben zugeordnet werden, weshalb sich Finanzierungsschwierigkeiten ergäben, so Leubert. Dies gelte sowohl für die kleine Lösung mit 22 Meter Durchmesser und erst recht bei einem großen Kreisel, der einen Kauf zusätzlicher Flächen nötig machen würde, so Leubert: „Die Maßnahme ist aber auch nicht erforderlich für eine adäquate Anbindung des Neubaugebietes.“

Deutsche Reihenhaus überarbeitet Planungen

Auf dem fünf Hektar großen Gelände der früheren Teppichfabrik will die Deutsche Reihenhaus 158 Reihen- und Doppelhäuser errichten. Im städtebaulichen Konzept sind entlang der Levester Straße zudem noch mehrgeschossige Gebäude mit 60 Wohnungen geplant.

Das Vorwerk-Betriebsgelände liegt seit den Achtzigerjahren brach. Die Teppichfabrik wurde 1985 nach Hameln verlegt. Das Verwaltungsgebäude nutzt die Firma Hildebrand Holztechnik, die den Großteil des in den Achtzigerjahre erstandenen Geländes an den Investor Deutsche Reihenhaus verkauft hat. Quelle: Astrid Köhler

Die Planungen würden zurzeit von der Deutsche Reihenhaus überarbeitet, so Leubert. Der angepasste städtebauliche Entwurf solle idealerweise noch vor den Sommerferien vorgestellt werden. Das weitere Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans werde vermutlich bis Sommer 2021 andauern. Erst dann können die ersten Bagger anrollen. Die Deutsche Reihenhaus will ihr Bauvorhaben idealerweise bis 2024 abschließen.

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Von Astrid Köhler