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Hemmingen Anwohner zeigen sich über Drohne besorgt
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Anwohner zeigen sich über Drohne besorgt
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00:15 07.05.2017
Zwei Männer lassen einen sogenannten Oktokopter steigen. Der kleine Hubschrauber kann beispielsweise eine Kamera für Luftaufnahmen tragen. (Symbolbild) Quelle: Julian Stratenschulte
Hemmingen-Westerfeld

Der erst jetzt bekannt gewordene Vorfall ereignete sich bereits Ende März. "Ich habe am Sonntag im Garten gearbeitet", berichtet eine Anwohnerin. Plötzlich sei eine Drohne über ihrem Grundstück an der Straße Rohrdiek gekreist, sei weggeflogen und habe Kurs auf die anderen Häuser in dem Wohngebiet genommen. "Ich fand das sehr komisch, weil sie über alle Einfamilienhäuser in der Straße geflogen ist - hin und zurück", berichtet die Anwohnerin, die auch auf die Straße gegangen ist, um zu sehen, wer die Drohne steuert. "Ich habe dann zwei Männer in einem Auto mit abgedunkelten Scheiben und Zwickauer Kennzeichen gesehen, die die Drohne lenkten", berichtet die Hemmingerin. Als sie die Männer angesprochen habe, seien sie weggefahren.

Ein ähnlicher Vorfall hat sich offenbar bereits zwei Tage zuvor an der Straße Am Spielfeld ereignet. Auch dort flog eine Drohne über die Wohnhäuser. Anwohner verständigten daraufhin die Polizei - ebenso wie die Hausbesitzerin an der Straße Rohrdiek.

"Wir haben alle Kollegen vor Ort darüber informiert und haben ein besonderes Auge auf die betreffenden Gebiete", sagt ein Polizeisprecher. Ein Einbruch sei dort jedoch bislang nicht registriert worden.

Dennoch sei es verboten, mit Kameras ausgestattete Drohnen über Wohngebieten fliegen zu lassen. "Man darf keine Fotos von Privatgrundstücken machen", heißt es von Seiten der Polizei. Dies verletzte den persönlichen Bereich. Betroffene könnten zivil- und strafrechtliche Ansprüche geltend machen und auf Schadensersatz klagen.

Drohnen - diese Bestimmungen gelten: Seit 7. April regelt ein neues Gesetz den Flug von Drohnen. Demnach dürfen Drohnen in diesen Gebieten nicht fliegen: An Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, über Menschenansammlungen, in Naturschutzgebieten, über Hauptverkehrswegen wie den Autobahnen oder eng befahrenen Straßen, über An- und Abflugbereichen sowie in Kontrollzonen von Flugplätzen. Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 0,25 Kilogramm dürfen nicht über Wohngrundstücken fliegen. Das gilt auch für Drohnen, die filmen, Fotos aufnehmen oder akustische Signale aufzeichnen. Außerdem dürfen die unbemannten Fluggeräte nur bis zu einer Höhe von 100 Metern aufsteigen und müssen immer in Sichtweite des Betreibers sein. 

Zum 1. Oktober werden außerdem eine Kennzeichnungspflicht für Drohnen sowie ein Kenntnisnachweis für alle Geräte mit einem Gewicht von mehr als 2 Kilogramm in Kraft treten. Nach Schätzung der Deutschen Flugsicherung sind in Deutschland rund 400.000 Drohnen im Einsatz.

Von Stephanie Zerm

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