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Hemmingen So soll die neue Weetzener Landstraße werden
Aus der Region Region Hannover Hemmingen So soll die neue Weetzener Landstraße werden
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17:33 24.08.2018
Nadelöhr Heinrich-Hertz-Straße/Weetzener Landstraße: Dort soll eine Linksabbiegespur entstehen, damit der Verkehr besser fließen kann. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen-Westerfeld/Devese

Ein Kreisel, Abbiegespuren und Schutzstreifen für Radfahrer: Für die stark befahrene Weetzener Landstraße gibt es viele Ideen.

Den aktuellen Stand der noch nicht abgeschlossenen Planung haben der Ingenieur Wolfgang Haller vom Büro SHP Ingenieure aus Hannover und Conrad Vinken, Teamleiter im Fachbereich Verkehr der Region Hannover, am Donnerstagabend im Hemminger Rathaus vorgestellt. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, der dort tagte, nahm erfreut auf, dass die Stadt Einfluss auf die Planung nehmen kann, wie Vinken versicherte. Denn die Weetzener Landstraße ist eine Regionsstraße. Vinken erläuterte, die Region sei für alles, was rollt, zuständig und erhebe keine Anliegerbeiträge, und die Stadt sei für die Fußgänger zuständig.

Ziel ist laut Haller nicht nur die Straße leistungsfähiger für den motorisierten Verkehr zu machen, sondern auch attraktiver für Fußgänger und Radfahrer. Vinken zufolge werden die einzelnen Vorhaben „modular umgesetzt“. Denn: „Wenn wir zu sehr eingreifen, bricht alles zusammen.“ Die Planer haben die Weetzener Landstraße deshalb auch in mehrere Abschnitte unterteilt.

Am dringendsten ist Vinken zufolge die Linksabbiegerspur in die Heinrich-Hertz-Straße in Höhe des Netto-Marktes. Damit könne der Geradeausverkehr in Richtung heutiger B3 ungehinderter fließen. Die Arbeiten sollen so schnell wie möglich beginnen. Eine weitere Linksabbiegerspur oder eine Abbiegehilfe sei für 2019 in Höhe des Friedhofs geplant. Auf dem Gelände daneben wird ein Kindergarten gebaut. Auch in diesem Bereich soll der Geradeausverkehr in Richtung Dorfstraße nicht durch die Linksabbieger beeinträchtigt werden. Für die Abbiegespur oder -hilfe könnte, um die dortigen Bäume zu erhalten, ein Graben verlegt werden.

Für die Weetzener Landstraße sind Haller zufolge weitere Neuerungen im Gespräch:

Kreisel: So könnte an der heutigen Kreuzung mit den Straßen Weißer Kamp und Kleines Feld ein Kreisel gebaut werden. Auf den öffentlichen Flächen sei dafür Platz, sagte Haller. Mit einem Durchmesser von etwa 26 Metern zähle der Kreisel aber zu den kleineren. Der Kreisel diene auch dazu, die Geschwindigkeit der motorisierten Fahrer zu drosseln.

Breiterer Geh- und Radweg: Vorgesehen ist eine Erneuerung der Strecke zwischen dem Lidl-Markt und dem Friedhof. Damit in Höhe des Netto-Marktes ein Radweg gebaut werden kann, sollen einige Parkplätze auf dem Gelände des Discounters entfallen.

Schutzstreifen: Auf ihnen sollen die Radfahrer an unterschiedlichen Stellen geführt werden, zum Beispiel in Höhe der Straße Im Dorffeld. Von Osten nach Westen sollen die Radfahrer in einem durchfahren können. Für die Strecke in die umgekehrte Richtung werde dies noch geprüft. So sei zum Beispiel in Höhe des Lidl-Marktes ein sogenannter Fahrbahnteiler notwendig.

Zufahrt zum Dudler-Bau: An der Kreuzung B3/Weetzener Landstraße soll ein Gebäudeensemble nach den Plänen von Max Dudler entstehen. Im Gespräch ist eine direkte Zufahrt auf das Dudler-Bau-Gelände in Höhe der heutigen Bushaltestelle Weetzener Landstraße, also zwischen dem Netto-Markt und der B3. Sollte der Dudler-Bau nicht errichtet werden, wäre in Höhe dieser Bushaltestelle Platz für einen sogenannten Fahrbahnteiler.

Der Ausschuss nahm die unterschiedlichen Varianten vorwiegend zur Kenntnis, zumal die endgültige Planung noch nicht steht. Holger Falke (DUH) warnte davor das Tempo auf der Weetzener Landstraße beispielsweise durch viele Querungshilfen zu stark zu drosseln. Er befürchte, dass sich Fahrer dann Ausweichstrecken suchen und sich die Verkehrsbelastung zum Beispiel nach Arnum verlagert. „Die Weetzener Landstraße wird immer eine Durchfahrtstraße bleiben“, sagte Falke.

Von Andreas Zimmer

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