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Hemmingen Alexandra Derr ist neue Vikarin in Wilkenburg
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Alexandra Derr ist neue Vikarin in Wilkenburg
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17:26 15.04.2019
Alexandra Derr freut sich auf ihre Zeit in der St. Vitusgemeinde. Quelle: Tobias Lehmann
Wilkenburg/Harkenbleck

„Für mich fühlt es sich gerade an, als hätte ich das große Los gezogen.“ Das sagt die 30-jährige Alexandra Derr, die jetzt ihre Stelle als Vikarin in der St. Vitusgemeinde Wilkenburg/Harkenbleck angetreten hat. Erst im März hat sie ihr Studium der evangelischen Theologie in Göttingen beendet und wird jetzt in dem zweijährigen Vikariat ihre Ausbildung zur Pastorin abschließen. „Die Gemeinde hat mich toll aufgenommen“, sagt Derr. Auch mit der Pastorin der St. Vitusgemeinde, Harriet Maczewski, verstehe sie sich sehr gut. „Es passt hier einfach“, sagt Derr.

Die in Kasachstan geborene Derr kam mit ihrer Familie 1996 nach Deutschland. „Wir lebten zunächst in Mecklenburg-Vorpommern und zogen 1999 in den Raum Hildesheim“, sagt Derr. Beim Konfirmationsunterricht reifte dort in ihr der Wunsch, später in die theologische Richtung zu gehen. Die Vikarin war als Kind bereits im Bibelkreis und hatte schon immer einen Bezug zu diesem Thema. Doch die Konfirmationszeit habe sie bis heute geprägt, sagt sie. Derr war damals selbst noch gar nicht getauft. „Kurz vor meiner Konfirmation haben mein Vater, mein Bruder und ich uns dann gemeinsam taufen lassen“, sagt Derr. Anschließend engagierte sie sich ehrenamtlich in den Kindergottesdiensten und Jugendfreizeiten der Gemeinde.

Derr arbeitete drei Jahre in der Bahnhofsmission

Nach dem Abitur machte Derr dennoch eine kurzen Schlenker auf ihrem beruflichen Weg. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Sozialassistentin, arbeite in der Zeit unter anderem in einem Seniorenpflegeheim und einer Kinderkrippe. „Ich habe ein gewisses Bedürfnis nach beruflicher Sicherheit, und ob das mit dem Studienplatz klappt, stand damals noch nicht fest. Deshalb habe ich mich zunächst dafür entschieden“, sagt die 30-Jährige. Anschließend begann sie dann aber doch ihr Studium der Theologie in Göttingen. Dort arbeitete sie unter anderem auch drei Jahre in der Bahnhofsmission, betreute sozial Benachteiligte oder auch allein reisende Kinder. Ist das nicht psychisch eine sehr herausfordernde Arbeit? Derr wiegt abwiegend den Kopf. „Trotz der Konfrontation mit teilweise schweren Schicksalen, habe ich das nicht so empfunden. Mein Glaube gibt mir Halt“, sagt sie.

Als große Herausforderung für die Kirche sieht Derr in Zukunft die Entwicklung von Konzepten gegen die sinkenden Mitgliederzahlen. „Die Digitalisierung bietet etwa durch soziale Netzwerke sicherlich Möglichkeiten. Doch ein Account bei Instagram wird nicht reichen“, sagt Derr. Die Kirche müsse Angebote speziell für bestimmte Zielgruppen entwickeln. Dazu gehörten Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene und Senioren.

Vikarin setzt noch keine Schwerpunkte

Thematische Schwerpunkte will Derr sich für die Ausbildung nicht setzen. „Es ist zu früh, um sich auf etwas zu fixieren. Ich will erstmal alles lernen“, sagt sie. In der vergangenen Woche hat Derr ihr erstes Traugespräch mit einem Paar geführt, das sie im August dann auch verheiraten wird. „Das war ganz toll. Genau für solche Momente habe ich sieben Jahre lang studiert“, sagt Derr.

Eine Wohnung hat sich die 30-Jährige für die Zeit ihres Vikariats in Arnum gesucht. Während ihres Studiums in Göttingen wohnte sie an einer vierspurigen Straße, die Tag und Nacht laut war. „Wenn ich hier das Fenster öffne, höre ich Vögel piepen. Es ist eine ganz andere Welt“, sagt sie. Eine, die Derr offensichtlich sehr gefällt.

Von Tobias Lehmann

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