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Hemmingen Kahlschlag im Bürgerholz? Forstamt verneint
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Kahlschlag im Bürgerholz? Forstamt verneint
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19:48 27.02.2019
Stapel neben Stapel: für Verkauf und Versteigerung vorbereitete Stämme im Bürgerholz. Quelle: privat
Devese/Ohlendorf/Hiddestorf

Kahlschlag im Bürgerholz? Das befürchten Spaziergänger. Nein, so sei es ganz und gar nicht, heißt es im Forstamt. Ein Leser hatte sich an die Redaktion gewandt und darauf aufmerksam gemacht, dass in dem verhältnismäßig kleinen Waldstück mittig zwischen Devese und Hiddestorf sowie Ohlendorf doch auffallend viele gefällte Bäume aufgestapelt seien. In den vergangenen zwei Wochen sei das mehr geworden und vor allem mehr als sonst. Gerade am Weg zwischen dem Café Webstuhl und der Schutzhütte seien viele Holzstapel, und das sei auch anderen Spaziergängern im Wald aufgefallen, sagt der besorgte Hemminger.

Doch die Nachfrage beim zuständigen Niedersächsischen Forstamt in Fuhrberg ergibt: Alles völlig normal. „Die Bäume sind reif, darunter wachsen neue Stämme nach“, sagt Forstamtsleiter Hans-Martin Roese. Die Bäume, vor allem die Buchen, haben ihre sogenannte Zielstärke erreicht. Mit dieser Stärke, abhängig vom Durchmesser des Stamms, sind sie in der Forstwirtschaft schlagreif; bei Buchen sind das 60 Zentimeter. Die Zielstärkennutzung hilft bei der Naturverjüngung. Das wiederum bezeichnet die Reproduktion eines Baumes: Buchen etwa werfen ihre Früchte, die Bucheckern ab, Keimlinge wachsen heran, beschattet von den Kronen der Altbäume.

Eichen und Buchen geschlagen

Damit sie genügend Licht bekommen, müssen jedoch die alten Stämme geschlagen werden – eben wenn sie ihre Zielstärke erreichen. So pflanzen sich die Buchen auf natürliche Weise fort, ohne dass Förster nachpflanzen müssen. Und je nach Jahr haben mehr oder weniger Bäume ihren Zieldurchmesser erreicht. „Wir gehen regelmäßig durch die Fläche, schauen, ob Verjüngung da ist und ob sie genug Licht hat“, erklärt Roese. „Da muss man alte Bestände abräumen, um für die neue Generation Platz zu machen.“

Derzeit haben die zuständigen Revierförster im Bürgerholz etwa Eichen und Buchen geschlagen, immer so dosiert, dass die Bewirtschaftung nachhaltig bleibt. Allein 40 Festmeter Eichenholz liegen nun zur Versteigerung bereit.

Von Katharina Kutsche

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