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Hemmingen Einbruchschutz: Hemmingen tritt dem Netzwerk Zuhause sicher bei
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Einbruchschutz: Hemmingen tritt dem Netzwerk Zuhause sicher bei
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15:58 11.10.2019
Wollen gemeinsam die Sicherheit in Hemmingen erhöhen: Kriminalrat Savas Gel (von links), Hauptkommissar Michael Nickel und Bürgermeister Claus Schacht. Quelle: Tobias Lehmann
Hemmingen

„Einbrüche sind auf dem Marktplatz in Hemmingen ein Nummer-Eins-Thema.“ Das sagte Bürgermeister Claus Schacht am Freitag im Rathaus. Doch das soll sich jetzt ändern. Die Stadt Hemmingen ist als 15. Kommune in der Region Hannover dem Netzwerk Zuhause sicher beigetreten.

Das Netzwerk ist ein 2005 auf Initiative von Polizeibehörden gegründeter gemeinnütziger Verein, der bundesweit tätig ist und mit der Polizei, Kommunen sowie der Handwerkskammer und Handwerksbetrieben zusammenarbeitet. Gemeinsam soll daran gearbeitet werden, Einbrüche zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Hemminger zu erhöhen.

Polizei bietet kostenlose Beratung vor Ort an

Für die Betreuung des Netzwerks in der Region Hannover ist die Kriminalprävention der Polizeidirektion Hannover unter Leitung von Kriminalrat Savas Gel zuständig. Ein Bereich mit fünf Beamten kümmert sich konkret um die Beratung. „Wir kommen auf Anfrage direkt in die Häuser und Wohnungen und zeigen den Bewohnern die Schwachstellen. Das Angebot ist kostenlos“, sagte Hauptkommissar Michael Nickel. Er gehört zu den fünf Beratern, die für die gesamte Region Hannover zuständig sind.

„Wartezeiten gibt es kaum“, sagte Nickel. „Wenn Bürger zum Beispiel nach einem Einbruch neue Schlösser einsetzen müssen und zuvor unsere Beratung wollen, sind wir innerhalb von einem Tag vor Ort.“ Das Angebot der Polizei besteht aus drei Schritten: dem ersten Besuch und der Beratung vor Ort, der anschließenden Umrüstung des Hauses oder der Wohnung und der abschließenden Überprüfung durch einen erneuten Besuch der Beamten. Sind dann alle geforderten Sicherheitsstandards erfüllt, erhält der Bürger die Plakette Zuhause sicher.

In der Region Hannover bisher 1644 Plaketten verteilt

„Die Plakette kann dann öffentlich aufgehängt werden“, sagte Nickel. „Sie schreckt Einbrecher ab und macht im besten Fall noch die Nachbarn auf unser Beratungsangebot aufmerksam.“ Insgesamt hat die Polizei in der Region Hannover in den vergangenen Jahren 1644 Plaketten verteilt. Dreimal wurde in den betroffenen Häusern dennoch eingebrochen. „In allen Fällen sind die Einbrecher aber nicht über die Tür in das Haus gelangt, sondern haben die kompletten Fenster eingeschlagen und sind dort eingestiegen“, sagte Nickel.

Eine Beratung vor Ort kann bis zu zwei Stunden dauern. Der Polizeibeamte schaut sich alle Türen und Fenster an und fertigt ein ausführliches Protokoll über Sicherheitsmängel an. Anschließend nennt er auf Wunsch auch geeignete Handwerksbetriebe, die mit dem Netzwerk zusammenarbeiten und auf die nötige Umrüstung spezialisiert sind. Die Beamten geben aufgrund der Empfehlungen der Feuerwehr zudem auch Tipps zur Brandvermeidung.

Schacht kündigt öffentliche Informationsveranstaltungen an

Schacht weist darauf hin, dass auch in städtische Gebäude bereits eingebrochen wurde. Vor zwei Jahren stiegen Einbrecher in das Büntebad ein. Im Rathaus wurde gerade erst im vergangenen Monat eingebrochen. Im Februar diesen Jahres scheiterte ein Einbruch in die KGS Hemmingen.

Nach diesen Erfahrungen hat auch die Stadt die Beratungen in Anspruch genommen und die Gebäude nach den Empfehlungen der Polizei umgerüstet. Schacht kündigt zudem an, in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk öffentliche Informationsveranstaltungen organisieren zu wollen.

Im Jahr 2016 hatte Nickel bereits einmal in der KGS Hemmingen vor mehr als 100 Gästen über Einbruchschutz referiert. Generell gelte der Grundsatz „Mechanik vor Elektronik“, sagte Nickel damals. So bieten mit sogenannten Pilzkopfverriegelungen ausgestattete Fenster und Türen einen besseren Schutz als Alarmanlagen und Videokameras. „Mechanisch gesicherte Türen und Fenster erschweren Einbrüche. Alarmanlagen und Videokameras zeigen sie nur an“, sagte er.

Hemminger Bürger können eine persönliche Beratung in der Zentralstelle Technische Prävention der Polizeidirektion Hannover unter der Telefonnummer (0511) 1 09 11 14 sowie per E.Mail an tech-praevention@pd-h.polizei.niedersachsen.de beantragen.

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