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Hemmingen In Krippe und Kindergarten wird es eng
Aus der Region Region Hannover Hemmingen In Krippe und Kindergarten wird es eng
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00:21 18.04.2019
An der Weetzener Landstraße soll im Mai eine neue Kita eröffnet werden. Quelle: Tobias Lehmann
Hemmingen

In Hannover und einigen weiteren Städten der Region herrscht teilweise erheblicher Mangel an Krippen- und Kindergartenplätzen. Auch in Hemmingen wird es allmählich eng, aber die Stadt steht noch relativ gut da. Aber trotz eines nächsten Monat fertig werdenden Neubaus an der Weetzener Landstraße in Hemmingen-Westerfeld, muss die Stadt im Sommer in Arnum zwei Gruppen in Containern unterbringen.

Zehn Kindertagesstätten (Kitas) betreibt die Stadt selbst. Hinzu kommen laut Volker Kolsch, Leiter des Familienservicebüros, drei von den Kirchen beziehungsweise dem Roten Kreuz betreute Einrichtungen sowie die beiden Privatinitiativen Waldkindergarten und Landstrolche. Insgesamt werden in Hemmingen mehr als 220 Krippenkinder, 40 davon bei Tagesmüttern, betreut, und 585 Kindergartenplätze stehen zur Verfügung.

An der Weetzener Landstraße entsteht zurzeit Platz für fünf Gruppen. Jeweils zwei Krippen- und Kindergartengruppen sollen dort am 15. Mai den Betrieb aufnehmen. Eine Gruppe bleibe vorläufig noch offen, „denn wir wissen noch nicht genau, was im Sommer noch auf uns zukommt“, sagt Kolsch und verweist unter anderem auf die nur schwer kalkulierbare Zahl von Zuzügen auch von Flüchtlingen. Im Sommer sollen auch am Klapperweg in Arnum zwei Container aufgestellt werden. Wann und wo für diese als Provisorium gedachte Lösung fester Ersatz geschaffen wird, stehe noch nicht fest, erklärt Kolsch.

Eine weitere Kita ist nach Angaben der stellvertretenden Verwaltungschefin Regina Steinhoff zurzeit noch nicht konkret geplant. „Aber wir müssen weiter investieren“, ist sie sich auch mit Blick auf zusätzliche Baugebiete sicher. Es werde in Hemmingen „in beiden Bereichen – in den Krippen ebenso wie in den Kindergärten – eng“. „Ohne die Container kämen wir in Schwierigkeiten“, bestätigt Kolsch.

Keine Probleme sieht er darin, ausreichend Personal zu finden, auch wenn der Markt für Erzieherinnen nach Auskunft einiger Kommunen „nahezu leergefegt“ erscheint. Zumindest zum Beginn des Kindergartenjahres, wenn die Absolventinnen der Fachschulen eine Stelle suchen, könne man meistens noch genügend Personal finden, berichtet Kolsch. Wenn im Laufe des Jahres jemand unvorhergesehen ausfalle, sei das allerdings schon schwieriger, doch bisher sei man mit den Vertretungskräften ausgekommen.

Die Stadtelternratsvorsitzende für die Hemminger Kitas, Kathrin Jung, sieht bisher keine größeren Probleme in Krippen und Kindergärten. Quelle: Thomas Böger

Die Kita-Stadtelternratsvorsitzende Kathrin Jung bestätigt, dass die Situation „schon eng ist, aber im Rahmen des Zumutbaren“. Zwar hätten einige Arnumer Kinder vorübergehend nach Hiddestorf ausweichen müssen, aber nach ihren Erfahrungen „bekommt jeder einen Platz, der einen haben will“. Auch im Hinblick auf die materielle und personelle Ausstattung „habe ich noch keine Beschwerden gehört“, sagt Jung.

Das erwartet sie auch nicht, wenn der Rat demnächst den teilweisen Wegfall des Geschwisterbonus bei den Gebühren beschließen sollte. Den wird es voraussichtlich nur noch geben, wenn zwei Kinder einer Familie die Krippe besuchen. Ist eins dagegen im – inzwischen gebührenfreien – Kindergarten, muss für den Krippenplatz voll gezahlt werden. „Die Eltern verstehen das“, glaubt Jung, schließlich zahlten sie dann immer noch weniger als vorher, weil der Kindergartenplatz überhaupt nichts mehr koste. 

Von Thomas Böger

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