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Hemmingen Harkenbleckerin stellt im Galerie-Café Ohlendorf aus
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Harkenbleckerin stellt im Galerie-Café Ohlendorf aus
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19:14 11.01.2020
Die Harkenbleckerin Sabine Kummerfeldt stellt ihre namenlosen Werke im Galerie-Café in Ohlendorf aus. Quelle: Torsten Lippelt
Ohlendorf/Harkenbleck

Kaffeepulver wird nicht nur im Café benötigt. Es kann auch als Material für eine Künstlerin dienen so wie bei Sabine Kummerfeldt, die zurzeit im Galerie-Café Webstuhl in Ohlendorf ausstellt.

„Ich habe bei meinen Bildern auch schon mal mit Kaffeepulver gearbeitet“, stellt die Harkenbleckerin und gebürtige Hannoveranerin schmunzelnd einen Bezug zwischen dem Ausstellungsort und ihren Bildern her. Sie gestaltet diese reliefartig und verwendet vielfältige Materialien. Da gehören Haftgipspulver und Marmormehl ebenso dazu wie das sogenannte Urgesteinsmehl, Sand und Rost, aber auch Maulbeerbaumrinde und Schellack. Dazu kommen dann die Acrylfarben.

Neue Ausstellung im Galerie-Café Webstuhl

„Meine Bilder haben keinen direkten Bezug zu Landschaften oder bestehenden Räumlichkeiten. Alles entsteht abstrakt und ergebnisoffen in meinem Kopf“, erläutert Kummerfeldt. Dazu gehört auch, dass ihre Bilder deshalb keine Namen bekommen. Insgesamt entstehe so kein Bewertungszwang – sowohl für den Bildbetrachter als auch für die Malerin.

„In der Kunst stehe ich im Austausch mit meinem inneren Selbst. Diese Vielschichtigkeit der eigenen Person trifft im besten Fall auf die Empfänglichkeit des Betrachters“, beschreibt es Kummerfeldt.

Sabine Kummerfeldt aus Harkenbleck stellt aus

Die ausgebildete Werbekauffrau und langjährige kaufmännische Mitarbeiterin ihres Ehemannes Jens hat 2001 mit dem regelmäßigen Acryl-Malen begonnen. Zudem studierte sie mehrere Monate Grafikdesign an der Fach-Hochschule in Hannover. „Kreativität war schon immer mein Ding“, sagt Sabine Kummerfeldt. Deshalb hat sich auch früh damit angefangen, bei ihren Arbeiten mit zahlreichen Materialien zu experimentieren und sich bei der Motivsuche und Umsetzung spontan von äußeren Faktoren beeinflussen zu lassen.

Damit aufgetragene Materialien und Farben nicht immer den Gesetzen der Schwerkraft folgen müssen, arbeitet die Künstlerin nicht an einer Staffelei. Das jeweils in Arbeit befindliche Werk liegt dabei flach auf einem großen und hohen Tisch im früheren Kinderzimmer des Hauses. „Der Raum ist am Hellsten und ich kann ruhig mal kleckern. Kunst braucht Platz – und nicht kleckern zu können, wäre eine Einschränkung meines Ausdrucks und meiner Freiheit.“

Öffnungszeiten im Galerie-Café

So entstehen nacheinander relativ schnell in wenigen Wochen ihre Arbeiten. Etwa 20 aus den vergangenen acht Jahren sind es nun im Format zwischen 30 mal 30 Zentimeter sowie einen mal einen Meter, die die Galeriewände in Ohlendorf zieren. Wobei es für ihre Arbeiten – „Das sind alles meine Babys“ – dann doch einen kleinen Bewertungszwang seitens der Künstlerin gibt: „Ich hänge jedes Bild zu Hause längere Zeit an eine prominente Stelle, bis ich für mich weiß, ob oder dass es fertig ist.“ Auch ihren Ehemann bittet sie dazu schon mal um sein Urteil. „Aber entscheiden tue ich dann doch immer selbst“, sagt sie und lacht.

Die Ausstellung am Sohlkamp 2A ist dienstags bis sonntags zwischen 14 und 18 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Das Galerie-Café zeigt Werke von Sabine Kummerfeldt.

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Von Torsten Lippelt

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