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Hemmingen Fraktionen lehnen 3-D-Modell für 30.000 Euro ab
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Fraktionen lehnen 3-D-Modell für 30.000 Euro ab
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20:00 17.11.2019
Modelle wie dieses für das Stadtquartier Goseriede in Hannover machen Baupläne anschaulicher. (Symbolbild) Quelle: Moritz Frankenberg
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Hemmingen-Westerfeld

WWichtige Planungsgrundlage oder herausgeschmissenes Geld? Beim Masterplan und einem dreidimensionalen Modell für 30.000 Euro gehen die Meinungen zwischen Ratsfraktionen und Stadtverwaltung auseinander. Die Bündnisgrünen fordern einen solchen Plan nicht nur für das Neubaugebiet auf der sogenannten Fläche 60, sondern etwa einen Kilometer lang beidseitig der Bundesstraße 3 in Hemmingen-Westerfeld, also von der Fläche 60 beim Gartencenter Glende bis über die Gutenbergstraße hinaus ins Gebiet etwa in Höhe Gartenweg und Boberweg.

Streit um Masterplan

SPD und CDU und die Stadtverwaltung meinen, es geht zurzeit auch ohne Masterplan voran. Die Unabhängigen Hemminger (DUH) hatten sich in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt nicht zu dem Thema geäußert. Ulrike Roth (Grüne) argumentierte: „Es ist ein Regieplan. Es macht keinen Sinn, einen Dudler-Bau hinzusetzen und nicht zu wissen, wie es weitergeht.“ An der Ecke B3/Weetzener Landstraße soll ein Gebäudensemble nach den Plänen des Architekten Max Dudler entstehen. Fachbereichsleiter Axel Schedler gab zu bedenken, dass ein Masterplan „andere Ideen ausbremst“.

Hätte es bereits vor zwei Jahren einen Masterplan gegeben, hätte doch niemand vermutet, dass jemand an der B3/Weetzener Landstraße ein 13-stöckiges Gebäude errichten möchte. „Hätten wir den Stararchitekten wie Max Dudler wegschicken sollen, nur weil ein Masterplan dort nur dreigeschossige Gebäude vorsieht?“, fragte Schedler.

Grüne fordern 3-D-Modell

Roth wies darauf hin, dass ein Masterplan nicht rechtsverbindlich sei, also weiterhin auch andere „gute Projekte“ verwirklicht werden könnten. „Es ist kein herausgeschmissenes Geld.“ Hanspeter Michel (SPD) hegte Zweifel: „Was soll ein Masterplan, wenn alles Andere auch möglich ist?“ Schedler machte deutlich, dass der Masterplan einige Gebiete umfasst, auf deren Flächen die Stadt „keinen Einfluss“ habe. „Ich sehe die Gefahr, dass sich das preissteigernd auf die Flächen auswirkt.“

Die Grünen fordern außerdem ein dreidimensionales Modell zu bauen, um die Pläne für die Kommunalpolitiker und die Öffentlichkeit anschaulicher zu machen. „Ich glaube nicht, dass dies weiterhilft“, sagte Schedler. „Im Modell kann man nicht sehen, ob ein Haus drei oder vier Geschosse hat.“ Die Kosten für ein Modell im Maßstab 1:500 bezifferte die Verwaltung auf rund 30.000 Euro. Für Hanspeter Michel (SPD) steht fest: „Das ist zu teuer. Masterplan klingt toll, aber er ist verfrüht.“ Erst müsse klar sein, was genau auf der Fläche 60 errichtet werden soll.

Grüne wollen Antrag

möglicherweise abändernChristian Baxmann (CDU) sagte, dies sehen auch die Christdemokraten so. Der richtige Zeitpunkt für einen Masterplan sei, „wenn der Stadt die Flächen gehören oder die Eigentümer auf die Stadt zukommen“. Die CDU forderte die Grünen auf ihren Antrag zurückzuziehen. Roth sagte: „Dazu sehe ich keinen Anlass.“ Gegebenenfalls könne das Plangebiet anders zugeschnitten und auf das Modell verzichtet werden. Das müsse sie aber erst mit ihrer Fraktion klären. Der Ausschuss verwies das Thema daher in den Verwaltungsausschuss, der am 21. November vertraulich tagt.

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