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Hemmingen Mehr als 300 Besucher wollen Oldtimer sehen
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Mehr als 300 Besucher wollen Oldtimer sehen
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15:51 09.09.2019
Zwischen den liebevoll präsentierten Oldtimern und zahlreichen installierten Gags finden Jung und Alt viele Themen für Gespräche mit dem Hausherrn Bernd Filax. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

Eigentlich ist Bernd Filax Tischlermeister in Arnum. Doch seit 20 Jahren faszinieren ihn auch Oldtimerwagen und Schiffe. Beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag und als Teil der Hemminger Kulturroute hat er mehr als 300 Liebhaber alter Fahrzeuge an seiner Leidenschaft teilnehmen lassen – und nicht nur daran.

Bernd Filax zeigt seine Oldtimer

Zum vermutlich einzigen Mal in diesem Jahr öffnete er seine in Ohlendorf stehende und zum Automuseum umgebaute Scheune für ein großes Publikum. Sonst geschieht das nur auf Anfrage. In der Scheune zeigte er auf rund 350 Quadratmetern 22 seiner automobilen Schätze: vom ältesten Fahrzeug, einem Opel Kadett aus dem Jahr 1938 über ein Goggomobil von 1969, einen VW-Bus und K70 bis zum jüngsten Modell, einem Mexiko-Käfer von 1985.

„Aktuell nutze ich meinen 1302-Museums-Käfer von 1972“, erzählte Filax. „Das Radio ist kaputt, aber der Kassettenrekorder läuft gut – mit Musik von Mike Oldfield und Fleetwood Mac“.

In einem kleinen Anbau der Oldtimerräume kann man sich auf einem alten Graetz-Fernseher in Schwarz-weiß einen Wochenschaubericht über das WM-Vorrundenspiel 1954 zwischen Deutschland und Ungarn anschauen, an der Bar sitzen oder auf dem Sofa in alten Zeitschriften blättern. Quelle: Torsten Lippelt

Gute Stube und eine Bar im Stil der Fünfzigerjahre

In einem Anbau konnten die Besucher an der Bar Zum Alten Fritz in die Fünfzigerjahre eintauchen, aber auch in einer liebevoll gestalteten guten Stube, vergleichbar mit dem heutigen Wohnzimmer. Da lag die Brille abgelegt auf dem Tisch mit der Blümchendecke und einer alten „Hörzu“-Programmzeitschrift, als ob Oma gerade nur kurz Kekse holen war in der Küche. In der Bar liefen auf einem Graetz-Schwarzweiß-Fernseher Wochenschauberichte der Fußball-Weltmeisterschaft von 1954. Dort ließ sich verfolgen, wie Deutschland in der Vorrunde gegen Ungarn 3:8 verlor.

Bei Filax gab es aber auch – seiner maritimen Leidenschaft geschuldet – zahlreiche Modellbauten von Seenotrettungskreuzern bis hin zur „Abelius“, einem fahrbereiten Eins-zu-Eins-Nachbau des Tochterbootes des Seenotrettungskreuzers „Hans Lüken“ mitsamt 30-PS-Motor zu sehen.

In Bernd Filax’ Scheune in Ohlendorf gibt es bei der Kulturrroute nicht nur Oldtimer zu bestaunen, sondern auch ein Retro-Wohnzimmer im Stil der Fünfziger- bis Siebzigerjahre.

Denkmal- und Kulturroute in Hemmingen

An insgesamt zwölf Stationen im Hemminger Stadtgebiet hatten am Sonntag historisch Interessierte die Gelegenheit, ihrer Leidenschaft nachzugehen. Bei der inzwischen fünften Hemminger Kulturroute waren auch zahlreiche Kirchen und Kapellen in Arnum, Devese und Harkenbleck, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf und Wilkenburg zu besichtigen. Die genaue Besucherzahl steht noch nicht fest. Im vergangenen Jahr waren mehr als 1000 Besucher an den 13 Stationen.

„Die Hiddestorfer Orgelbau-Werkstatt E. Hammer mussten wir leider aus Zeitgründen kurzfristig streichen, sie ist aber im nächsten Jahr wieder dabei“, begründete Kulturrouten-Organisator Reinhard Schütze vom Mausoleums-Förderverein, warum die Werkstatt noch im Faltblatt auftauchte.

Stand beim Regionsentdeckertag auf dem Opernplatz Hannover

Schütze selbst war mit einem Infostand zum Mausoleum bei der zentralen Veranstaltung des Regionsentdeckertages auf dem Opernplatz in Hannover. Dort zählte er im Laufe des Tages mehr als 200 Interessierte, die mehr zur Geschichte des Generals Carl von Alten wissen wollte. Am Mausoleum im Naturschutzgebiet Sundern in Hemmingen waren es mehr als 80 Gäste.

Wer die Oldtimerscheune mit einer Gruppe besichtigen möchte, kann sich bei Bernd Filax unter Telefon (0171) 4 84 12 67 melden und einen Termin vereinbaren.

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Von Torsten Lippelt

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