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Hemmingen Neubaugebiet an B 3: Stadt will weiter verhandeln
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16:04 15.11.2019
Die sogenannte Fläche 60 in Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Andreas Zimmer
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Hemmingen

Das gab es in der Geschichte Hemmingens noch nie: Die Stadt will eine sogenannte städtebauliche Entwicklungsmaßnahme einleiten und sich damit den Zugriff auf bestimmte Grundstücke an der B 3 sichern.

Es geht um das geplante Neubaugebiet Fläche 60 in der Nähe der Kreuzung von Bundesstraße 3 und Weetzener Landstraße gegenüber der geplanten Stadtbahnendhaltestelle in Hemmingen-Westerfeld. Es umfasst etwa zehn Hektar, ist also so groß wie sieben Fußballfelder. Am Donnerstagabend hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt über das Vorhaben informiert. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Warum will die Stadt jetzt so handeln und darf sie das überhaupt?

Die bisherigen Verhandlungen mit den insgesamt sechs Eigentümern brachten nicht den erhofften Erfolg. „Das Verfahren dient dazu in den Besitz der Flächen zu kommen“, erläuterte Axel Schedler, Leiter des Fachbereiches Bau und Umwelt in der Stadtverwaltung. Er sprach auch von einer „Planung aus einem Guss“. Das Baugesetzbuch lasse das Vorhaben zu.

Warum ist die Fläche überhaupt so interessant für die Stadt?

„Es ist die wichtigste Fläche, über die die Stadt verfügt“, sagte Schedler. Es sei nicht im Sinne der Stadtentwicklung, wenn die geplante Stadtbahnlinie bis zur Endhaltestelle gegenüber der Fläche 60 fahre, sich dort aber weiter landwirtschaftliches Gelände befinde.

Ausschuss diskutiert über Fläche 60

Warum ist die Fläche auch für viele Auto- und Radfahrer interessant?

Wer künftig von der B-3-Ortsumgehung in Devese abfährt, könnte die heutige B 3 über eine neue Querverbindung schneller erreichen und käme kurz vor dem Waldstück zwischen Hemmingen-Westerfeld und Arnum wieder heraus. Denn die Alfred-Bentz-Straße soll bis zur bestehenden B 3 verlängert werden und somit durch das neue Baugebiet führen. Die verlängerte Strecke soll auch die Weetzener Landstraße entlasten, jene Straße, die nach der Bundesstraße 3 im Stadtgebiet den meisten Verkehr hat.

Wie hat der Ausschuss entschieden und wie geht es jetzt weiter?

Der Ausschuss hat sich nach etwa 15 Minuten im öffentlichen Teil der Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, das Thema als behandelt in den Verwaltungsausschuss zu geben, der am 21. November vertraulich tagt. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung gab es vertrauliche Informationen zu den Grundstücken. Das letzte Wort hat der Rat am 28. November. Nachdem der Ratsbeschluss öffentlich bekannt gemacht worden ist, wird der Gutachterausschuss des Katasteramtes einen Bodenwert ermitteln, der zu einem Stichtag eingefroren wird. Für die Untersuchungen will die Stadt nächstes Jahr 50.000 Euro ausgeben.

Stadt verhandelt mit Grundstückseigentümern

Dann wird der Stadt unterm Strich trotzdem ein dickes Plus bleiben?

Nein. „Sie darf damit kein Geld verdienen“, betonte Schedler. Die baureifen Grundstücke würden zum Verkehrswert als Bauland verkauft und seien zuerst jenen anzubieten, denen sie zurzeit gehören. Vom Erlös werden dann zum Beispiel der Straßenbau und Einrichtungen wie die geplante Kindertagesstätte finanziert. Sollte noch Geld überbleiben, fließt dies an die heutigen Grundstückseigentümer.

Wird die Verwaltung weiter versuchen in Verhandlungen an die Grundstücke heranzukommen?

Das kündigte Schedler an. Das ganze Verfahren werde mehrere Monate dauern. Diese Zeit wolle die Verwaltung nicht ungenutzt lassen.

Eigentümer mit eigenen Plänen

Haben die derzeitigen Eigentümer eigene Pläne?

Diese seien angekündigt, aber nie vorgelegt worden, erläuterte Schedler.

Wie bewerten die Ratsfraktionen das Vorhaben?

Im öffentlichen Teil der Sitzung haben sich nur die Bündnisgrünen geäußert. Ratsfrau Ulrike Roth sprach von einem „logischen und folgerichtigen Schritt“.

Woher hat die Fläche 60 eigentlich ihren Namen?

Es ist laut Verwaltung eine interne Planbezeichnung.

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