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Hemmingen Anbauten an Schulen? Rat diskutiert
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Anbauten an Schulen? Rat diskutiert
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18:21 27.03.2019
Auf dem KGS-Gelände wird schon gebaut, aber nicht für einen Anbau. Zurzeit läuft die Campus-Umgestaltung. Quelle: Torsten Lippelt
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Hemmingen

Eigentlich wollte der Rat am Donnerstag, 28. März, über das Raumkonzept für die Grundschule in Hemmingen-Westerfeld beschließen. Doch nun wird es voraussichtlich Sommer. Was war sonst noch für die Sitzung geplant und wurde vertagt oder steht auf der Tagesordnung? Ein Überblick über eine Auswahl von Themen der öffentlichen Sitzung, die um 19 Uhr im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld beginnt.

Anbau Grundschule Hemmingen-Westerfeld: Das Raumkonzept wurde von der Tagesordnung genommen. Eigentlich sollte der Rat beschließen, dass ein Architekturbüro eine Machbarkeitsstudie erstellen soll. Doch die Fraktionen wollen noch beraten, nachdem die Bündnisgrünen im vertraulich tagenden Verwaltungsausschuss in der vergangenen Woche einen Änderungsantrag eingebracht haben. Sie fordern unter anderem zu prüfen, ob sich ein Fahrstuhl einbauen lässt. Dieser war bereits Thema in der Sitzung des Fachausschusses Mitte März, in der es kein endgültiges Votum gab, weil die Fraktionen noch Fragen hatten. Schulleiterin Ulrike Lange-Riekenberg sagte im Ausschuss, es ließe sich organisatorisch regeln, dass alles, was barrierefrei erreicht werden muss, im Erdgeschoss liegt. Doch wenn man es mit der Inklusion ernst meine, müssten auch die Räume im ersten Stockwerk entsprechend zugänglich sein – über einen Fahrstuhl. Roman Binder (Grüne) hatte kritisiert, dass „das Raumkonzept mehr den status quo verwaltet“. Er forderte, „offener zu planen, damit man dann später nicht wieder neue Gebäude braucht“. So sollte es zum Beispiel einen Raum für den „Mediensupport“ geben. Bürgermeister Claus Schacht erklärte auf Anfrage dieser Zeitung am Mittwoch, der Rat werde nun voraussichtlich erst kurz vor der Sommerpause beschließen, die Auswirkungen auf den Zeitplan seien deshalb aber gering. Die Schule muss unter anderem wegen der offenen Ganztagsgrundschule vergrößert werden.

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Anbau KGS Hemmingen-Westerfeld: Der Punkt bleibt auf der Tagesordnung, auch wenn voraussichtlich erst im Sommer 2019 feststeht, in welchem Umfang die Carl-Friedrich-Gauß-Schule erweitert wird. Nach dem bisherigen Raumkonzept wäre es alles zusammen ein Anbau mit vier bis fünf Etagen sowie einer Fläche von insgesamt 2600 Quadratmetern und damit eine Investition von mehreren Millionen Euro. Bürgermeister Claus Schacht kündigte für nächste Woche ein internes Gespräch mit der Schulleitung und den Ratsfraktionen an und eines mit Eltern nach den Osterferien. Diese enden am 23. April. Mit dem Raumkonzept will sich die KGS unter anderem auf die steigende Schülerzahl einstellen.

Naturschutzgebiet Linderter und Stamsdorfer Holz: Zur geplanten Neuausweisung soll die Stadt eine Stellungnahme abgeben. Im Verwaltungsausschuss vergangene Woche wurde entschieden, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen, weil die CDU noch Zeit für Beratungen braucht. Bürgermeister Claus Schacht zufolge hat die Stadt die Region Hannover gebeten, die Abgabefrist für die Stellungnahme zu verlängern.

Weetzener Landstraße soll ausgebaut werden

Weetzener Landstraße: Im nächsten Jahr soll auf der stark befahrenen Weetzener Landstraße (K 221) eine eigene Abbiegespur zur Heinrich-Hertz-Straße angelegt werden. Eine kleinere Variante, also eine Abbiegehilfe, ist bereits für Sommer 2019 auf der Weetzener Landstraße in Höhe des Friedhofes geplant, ebenso die Umgestaltung der Kreuzung mit der Straße Im Dorffeld zum Sommer dieses Jahres. Der Rat wird am 28. März über dieses Vorhaben informiert.

ISEK 2030: Ob Neubaugebiete, Kita und Schulen, Shopping oder digitaler Wandel: Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) stehen die wichtigsten Themen für Hemmingen bis zum Jahr 2030. Ursprünglich sollte der Rat am 28. März darüber beschließen. Der neue Termin ist der 27. Juni. Einige Ausschüsse haben schon über das Konzept diskutiert, andere folgen noch.

Verkehrsentwicklungsplan 2030: Wie entwickelt sich der Verkehr in Hemmingen bis zum Jahr 2030? Der Grundlagenplan dazu sollte eigentlich am 28. März im Rat beschlossen werden. Doch die Fraktionen brauchen noch Zeit für die Beratungen, deshalb dreht der Entwurf noch ein paar Runden.

Regionales Raumordnungsprogramm: Die Region Hannover will das Papier von 2016 erstmals ändern. Auch die Stadt Hemmingen ist gefragt. Die Region hatte Hemmingen-Westerfeld und Devese als ein Grundzentrum eingestuft, also als ein Gebiet mit einer Grundversorgung, sowie Arnum, Harkenbleck, Hiddestorf, Ohlendorf und Wilkenburg als ein weiteres Grundzentrum. Die Stadt möchte das ändern: Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg gehören eher zusammen als Arnum und Wilkenburg. Das sieht auch der Hemminger Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt so. Fachbereichsleiter Axel Schedler erklärte: „Das spielt zum Beispiel bei der Ansiedlung von Einzelhandel eine Rolle, wenn es um die Einwohnerzahl und Kaufkraft geht.“ Großflächiger Einzelhandel sei aber nicht geplant. Die Stadt sei zurzeit eher „überversorgt“.

Von Andreas Zimmer