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Hemmingen Saison im Begegnungsgarten ist eröffnet
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Saison im Begegnungsgarten ist eröffnet
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00:19 22.03.2018
Oussama (8, vorne links) aus Algerien, Maria Zellmann von den Heuhüpfern, Fuoad Asadik aus dem Sudan, Ehrenamtliche Urte Schlüter, Maria Jacobs von den Heuhüpfern, Fakhar Abbas aus Pakistan, Hamza (10) aus Syrien, Heuhüpfer-Praktikantin Franziska Lückmann und Elyas Razavi aus Afghanistan bemalen die Seitenteile für die Hochbeete. Quelle: Stephanie Zerm
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Hemmingen-Westerfeld

 Noch wirkt die asphaltierte Hoffläche des Flüchtlingsheims an der Heinrich-Hertz-Straße trist und grau. Doch das soll sich bald ändern. Bereits im vergangenen Jahr haben Flüchtlinge und Hemminger unter der Federführung des Vereins Heuhüpfer begonnen, gemeinsam Hochbeete mit Gemüse, Kräutern und Blumen anzulegen.

Dieses Jahr soll das Projekt fortgesetzt werden. Am vergangenen Dienstag haben die ersten Helfern die Gartensaison auf der Hoffläche eröffnet. „Zunächst wollen wir einen Pavillon aufbauen, der uns in der Saison als Treffpunkt dient und vor Regen und Sonne schützt“, sagt Maria Jacobs von den Heuhüpfern. Außerdem sollen eine Outdoorküche und weitere Hochbeete entstehen. „Wir wollen die Hoffläche begrünen und als Begegnungsgarten nutzen“, sagt Maria Jacobs. Alle Hemminger und Flüchtlinge seien zum Mitmachen eingeladen. Jeder, der wolle, könne ein Hochbeet beackern. Bei jedem Treffen soll auch gemeinsam gekocht und gegessen werden. Aber auch Feste und Picknicke, Gartenworkshops und kreative Angebote für Kinder seien vorgesehen. Unter anderem können Jungen und Mädchen Hochbeete bemalen, Pflanzenschilder basteln oder Stockbrot backen. 

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Ziel des Begegnungsgartens ist es, Menschen mit verschiedenem kulturellem Hintergrund zusammenzubringen und die Hoffläche sinnvoll zu nutzen. „Vor allem aber soll das gemeinsame Gärtnern allen Freude machen“, sagt Maria Jacobs.

Der Begegnungsgarten ist ein gemeinsames Projekt des Hemminger Flüchtlingsnetzwerks und des Vereins Heuhüpfer und wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziell gefördert.

Die Treffen im Begegnungsgarten finden jeweils dienstags von 16 bis 18 Uhr statt. Jeder, der Lust hat, kann dazu kommen. „Es wäre toll, wenn uns nächsten Dienstag jemand mit gartenbaulichen Fähigkeiten beim Aufbau des Pavillons helfen könnte“, sagt Maria Jacobs. Denn dieser müsse im Asphalt verankert werden. „Und das bekommen wir alleine nicht hin.“

Von Stephanie Zerm