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Hemmingen Bündnisgrüne fordern elektronisches Rathaus
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Bündnisgrüne fordern elektronisches Rathaus
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12:26 25.11.2018
Das Rathaus soll für die Bürger rund um die Uhr digital erreichbar sein, finden die Grünen. Quelle: Andreas Zimmer
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Hemmingen

Die Ratsfraktion der Hemminger Bündnisgrünen fordert die Einführung des sogenannten Electronic Governments im Rathaus. Gemeint ist, dass die digitalen Angebote für die Bürger erweitert werden sollen. „Während der Online-Handel rasant zunimmt, sind digitale Angebote von Behördenleistungen die absolute Ausnahme. Das liegt daran, dass fast alles immer noch mit persönlichem Erscheinen und auf Papier erledigt werden muss und die wenigen Online-Möglichkeiten oft unpraktisch sind“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Joachim Steinmetz.

Ein Ausbau des digitalen Angebots habe für alle Vorteile. Für die Bürger sei es flexibler und spare Zeit. Das Rathaus wäre dann rund um die Uhr erreichbar. Hemminger könnten viele Angelegenheiten zu jeder Zeit, ob Tag oder Nacht, abwickeln. Gleichzeitig „wird die Verwaltung von Routineaufgaben entlastet und kann mehr Zeit für individuelle Beratung verwenden“, sagt Steinmetz.

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Die rechtlichen Voraussetzungen ist nach Einschätzung der Grünen gegeben: Grundlage sei das im vergangenen Jahr im Bundestag beschlossene Onlinezugangsgesetz, das eine Vernetzung der Verwaltungsportale von Bund, Ländern und Kommunen bewirken soll. Auf dem gemeinsamen Verwaltungsportal sollen Bürger und Unternehmen die Möglichkeit bekommen, ein individuelles Nutzerkonto einzurichten. Der Vorteil ist, dass sich ein Amt die benötigten Informationen von anderen Behörden dann selbstständig beschaffen kann und der Bürger seine Papiere nicht langwierig von einem Amt zum anderen tragen muss. „Damit die daraus entstehenden Möglichkeiten auch in Hemmingen optimal genutzt werden können, müssen wir jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen“, sagt Steinmetz.

Die Bündnisgrünen fordern die Verwaltung auf, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln. Dabei weist die Fraktion darauf hin, dass die Neuerung als zusätzliches Angebot zu verstehen sei: Jeder Bürger solle auch weiterhin die persönliche Beratung im Rathaus in Anspruch nehmen können.

Von Tobias Lehmann