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Hemmingen Fußbälle als Gastgeschenk für Yvetot
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Fußbälle als Gastgeschenk für Yvetot
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06:00 14.09.2018
Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht (Mitte) überreicht Bürgermeister Emilie Canu als Gastgeschenk Fußbälle, eine Anspielung auf die gewonnene Fußball-Weltmeisterschaft. Eine Übersetzerin aus Yvetot schaut gespannt zu. Quelle: privat
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Hemmingen/Yvetot

Städtepartnerschaft 50 + 1: Unter diesem Motto hat Hemmingens französische Partnerstadt Yvetot Delegationen aus Hemmingen und der schottischen Partnerregion Clydesdale zur Feier des 51-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft eingeladen. Das 50-jährige Bestehen wurde im vergangenen Jahr –gesponsert von EU-Fördermitteln –in Hemmingen gefeiert.

Zu der Hemminger Delegation gehörten Bürgermeister Claus Schacht, die Ratsmitglieder Kurt Pages (SPD) und Joachim Steinmetz (Bündnisgrüne) sowie weitere Mitglieder des Partnerschaftskomitees (Pako). Die Pako-Vorsitzende Susanne Zimmermann bezeichnete den Besuch Ende August als „besonders gelungene Begegnungswoche“. Es habe ein Wiedersehen mit langjährigen französischen und schottischen Freunden gegeben, aber auch viele neue Begegnungen.

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Die offizielle 50+1-Feier war im Rathaus in Yvetot. Bürgermeister Schacht und der Bürgermeister von Yvetot, Emilie Canu, tauschten Gastgeschenke aus. Schacht überreichte unter anderem Fußbälle. „Das sollte nicht nur eine Anspielung auf den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft der Franzosen sein, sondern auch eine Anregung dafür, dass sich die Vereine unserer Städte künftig noch stärker austauschen sollten“, sagte Schacht. Denn gerade auch die Verbindung zwischen Vereinen lasse eine Partnerschaft lebendig werden. Canu überreichte Schacht eine Skulptur des sogenannten Mobiusbands, die als Symbol für die unendliche Freundschaft zwischen den Städten dienen soll.

Claus Schacht sagte, dass die Besichtigungstour durch die Stadt „ein wenig neidisch“ gemacht habe. „Die Stadt hat mit kommunalen Mitteln unter anderem ein großes medizinisches Zentrum gebaut“, sagte er. Generell geben Franzosen Schachts Ansicht nach mehr Geld für Kunst und Kultur aus. So gibt es in Yvetot ein großes Kultur-Haus. „Für mich ein Vorbild dessen, was ein von mir gefordertes ,Haus der Bildung’ für Hemmingen sein könnte“, sagte Schacht.

Ein besonderes Geschenk überreichte der Yvetoter Bürger Philippe Coillot. Es handelte sich um ein Foto von Jugendlichen aus Yvetot, die Hemmingen im Jahr 1966 besucht haben, also noch ein Jahr vor dem offiziellen Beginn der Städtepartnerschaft. Dieses zeigt neben Coillot auch Annick Hanje, die in Hemmingen ihren späteren Ehemann kennen lernte. Ihre Tochter Sabine Hanje arbeitet heute als Standesbeamtin im Hemminger Rathaus. Zimmermann hat ihr das Foto überreicht. „Es soll einen würdigen Platz im Rathaus bekommen“, sagte Zimmermann.

Die Organisatoren aus Yvetot hatten sich für den Aufenthalt ein volles Programm überlegt. „Es war eine ausgewogene Mischung aus Besichtigungen und geselligem Beisammensein“, sagte Zimmermann. Die Ausflüge führten unter anderem nach Amiens, Rouen und Honfleur. Zudem nahmen die Hemminger an einer Bootsfahrt auf der Seine teil, die unter der Pont de Normandie hindurch führte. Die Brücke verbindet beide Seiten der Seine. „Ein sehr beeindruckendes Bauwerk“, sagte Zimmermann. Weitere Höhepunkte seien ein Besuch im Tiergarten „Parc de Cléres“ sowie eine Bootsfahrt durch die von Kanälen durchzogenen Gärten in Amiens, den sogenannten Hortillonnages, gewesen. Beeindruckend sei zudem die abendliche Illumination der Kathedrale in Rouen gewesen.

Das nächste Treffen der Deutschen, Franzosen und Schotten steht bereits fest: Im nächsten Jahr hat der Clydesdale District eingeladen.

Von Tobias Lehmann