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Hemmingen Historiker: Archiv für Mausoleum einrichten
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Historiker: Archiv für Mausoleum einrichten
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00:16 24.05.2017
Der derzeitige Vorsitzende Reinhard Schütze (von links) präsentiert mit seinen Vorgängern Pastor Günter Braun, Dirk Jüchter und Heinz Wiegmann das Modell des Mausoleums, das Gerhard Bubel von der Bürgerstiftung rekonstruiert hat. Quelle: Stephanie Zerm
Hemmingen

Sid Auffarth hatte die Restaurierung des Hemminger Mausoleums für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz begleitet. Das Archiv solle in Hemmingen eingerichtet werden, regte er an.

1987 war das Mausoleum Graf Carl von Alten bis auf die Grundmauern zerstört. Vandalismus, Diebstahl und die Naturgewalten hatten das einmalige Bauwerk fast dem Erdboden gleichgemacht. Um es zu erhalten, gründeten zwölf Hemminger den Mausoleumsverein. "Heute ist das Bauwerk in einem soliden Zustand", erklärte Vorsitzender Reinhard Schütze am Freitagabend den Gästen der Feierstunde im Bürgersaal des Hemminger Rathauses. Viele Menschen hätten beim Erhalt des historischen Gebäudes mitgeholfen und ihre Zeit geopfert.

Heinz Wiegmann, der die Vereinsgründung damals zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Günter Harder angeschoben hatte, berichtete von den ersten Versuchen, die Mausoleumsruine im Sundern herzurichten. "Als Polizeibeamter hat mir die Sachbeschädigung, der Diebstahl und der Vandalismus einfach gereicht", sagte Wiegmann, der damals auch das Amt des Vorsitzenden übernommen hatte. Im September 1987 begann der frisch gegründete Verein mit den ersten Arbeiten an dem einmaligen Bauwerk, an dem Georg Ludwig Friedrich Laves und Conrad Wilhelm Hase von 1840 bis 1842 gearbeitet hatten.

Nach der Sicherung des einsturzgefährdeten Eckturms holten die Vereinsmitglieder rund 600 Schubkarren Schutt aus der Ruine. "Damals war es aus Naturschutzgründen nicht gestattet, mit einem Bagger zu arbeiten", berichtete Wiegmann. Filmausschnitte zeigten die mühselige Arbeit mit Spitzhacke und Schaufel.

Weitere Bemühungen, um das Mausloleum zu sichern, scheiterten damals jedoch an den strengen Vorgaben der Behörden und dem fehlenden Geld. Erst 2013 gelang der Durchbruch, wie der ehemalige Vorsitzende Dirk Jüchter darstellte. "Mit Hilfe von Wolfgang Kilian, der in dieser Zeit mit im Vorstand war, gelang es uns, Sponsoren und Spender zu finden." Im Oktober 2013 begann die Restaurierung der Ruine, die heute wieder von der damaligen Baukunst zeugt und 2016 mit dem Preis der Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet worden ist.

Doch auch heute ist noch viel zu tun, um die Ruine zu erhalten, wie Schütze darlegte. Die Mauerkrone sei durch eindringende Feuchtigkeit gefährdet, so dass der Verein überlege, diese mit Sandsteinplatten abzudecken. Die 2016 wieder aufgetauchte massive Eichentür, die ein Ehepaar damals vor dem Vandalismus gerettet hatte, lasse der Verein gerade restaurieren. Anschließend soll sie in der Friedhofskapelle in Hemmingen-Westerfeld aufgestellt werden.

Da die 28 Mitglieder ein hohes Durchschnittsalter hätten, brauche der Mausoleumsverein dringend Nachwuchs, sagte Schütze. "Um weiter aktiv sein zu können, benötigen wir rund 30 neue Mitglieder." Wenn es langfristig nicht gelänge, einen arbeitsfähigen Vorstand zu gewinnen, müsse überlegt werden, wer sich dann um das Baudenkmal kümmere.

Heinz Wiegmann berichtet von den Anfängen des Vereins. Quelle: Stephanie Zerm

Von Stephanie Zerm

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