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Hemmingen Solarlaternen am Radweg: Versuch gescheitert
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Solarlaternen am Radweg: Versuch gescheitert
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00:19 15.11.2018
Solarlaternen am Radweg an der B3 zwischen Arnum und Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Andreas Zimmer
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Arnum/Hemmingen-Westerfeld

An diesem schönen Sommer lag es nicht: Die Akkus der drei Solarlaternen am rund 900 Meter langen Radweg an der B3 zwischen Arnum und Hemmingen-Westerfeld haben trotzdem geschwächelt. Es gab Sonne satt, aber wegen der Bäume am Radweg eben auch viel Schatten. Der Versuch mit der Solartechnik - die Laternen wurden im Juni 2017 aufgestellt und gingen wegen technischer Probleme erst im Oktober 2017 in Betrieb - ist daher gescheitert. Dieses Fazit hat jetzt die Stadtverwaltung gezogen.

Doch sie lässt nicht locker: Sie möchte nun konventionelle Straßenlaternen aufstellen und den Radweg, einen Grünstreifen und eine Grabenparzelle vom Bund übernehmen. Diese gehören ihr später sowieso, wenn die B3-Ortsumgehung fertig ist und die heutige B3 zur städtischen Straße wird. Für Letzteres sei aber ein Verfahren notwendig, dass sich „über einige Jahre hinziehen könnte“, wie die Verwaltung in einer Vorlage für den Fachausschuss schreibt. Die Leuchten am Radweg würden dann frühestens 2021 in Betrieb gehen.

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Der Anlass für die Grundstücksübernahme, die der Hemminger Rat im Frühjahr 2019 beschließen soll: Ohne sie würde die Stadt an den Vorschriften des Bundes scheitern, die Kabel nur neben der Fahrbahn und etwa 1,40 Meter tief zulassen. Genau dort liegt aber schon die Abwasserdruckleitung der Stadt. Ein Nachteil der neuen Lösung: Die Stadt wäre dann auch für die Straßenreinigung in dem Bereich, den Winterdienst und die Reinigung des Grabens zuständig.

Bei den ursprünglich von der Verwaltung geschätzten Kosten von 75.000 Euro wird es nicht bleiben. Die Summe für die LED-Leuchten vom Ortsausgang Arnum bis zur geplanten Endhaltestelle der Stadtbahn in Hemmingen-Westerfeld beziffert die Verwaltung mittlerweile auf etwa 140.000 Euro unter anderem wegen der „aufwändigen Fundamentierung der Leuchten im Böschungsbereich des östlich des Radweges gelegenen Grabens“. Wie bei den Solarlaternen sollen Bewegungsmelder angebracht sein, um Energie zu sparen, wenn niemand auf dem Radweg fährt.

Von Andreas Zimmer

12.11.2018
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