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Hemmingen Leser erinnern sich an den Winter 1979
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Leser erinnern sich an den Winter 1979
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16:09 04.02.2019
Leser Wolfgang Wedler nahm dieses Bild im Januar 1979 im Hohen Feld in Arnum auf. Damals endete die Straße noch in einer Sackgasse. Quelle: Wolfgang Wedler
Hemmingen

Waltraud Passoter aus Hiddestorf erinnert sich noch genau: Es war der Winter vor 40 Jahren. Ihre Rückfahrt von einem Theaterbesuch endete in einer Schneewehe, jedenfalls zunächst. „Wir waren damals Eltern von zwei kleinen Kindern und glücklich, dass wir einen freien Abend und Theaterkarten geschenkt bekamen“, schreibt Passoter zu einem Aufruf dieser Zeitung, dass Hemminger ihre Erlebnisse im Winter 1978/79 schildern.

Auf dem Weg nach Hause sei vor ihnen ein Auto in einer Schneewehe stecken geblieben. Ihr Mann habe versucht, dem Fahrer zu helfen, doch im Schneegestöber schneiten auch das eigene und die folgenden Fahrzeuge ein. „Es gab kein Vor und Zurück mehr.“ Die Hiddestorferin im VW 1500 ohne Standheizung fror heftig, bis sie auf die Idee kam, sich zur Beifahrerin im Auto dahinter zu setzen, erzählt Passoter. Dort sei es warm gewesen, die beiden Frauen unterhielten sich. Nach mehreren Stunden auf der schneebedeckten Landstraße sei schließlich ein Schneepflug gekommen, der die Straße freiräumte.

Impressionen aus dem Katastrophenwinter vor 40 Jahren. Quelle: Wolfgang Wedler

Mit einem ähnlichen Problem hatte auch Bernd Lahmer zu kämpfen. Der Arnumer Realschullehrer, inzwischen pensioniert, unterrichtete ab 1973 an der KGS in Hemmingen-Westerfeld. Im Winter 1978/1979 entschied die damalige Bezirksregierung, dass der Unterricht ausfällt – aber nur für die Schüler. Die Lehrer dagegen mussten sich mit ihren Autos „durch die Schneemassen quälen“. Lahmer erzählt: „Wir hatten trotz der risikoreichen Anreise unsere Dienstpflichten wahrzunehmen.“ Die schülerfreie Zeit nutzten er und seine Kollegen, um Unterricht vorzubereiten oder die Klassenzimmer aufzuräumen – wenn sie denn heile in der KGS ankamen. Einige von ihnen blieben im Schnee stecken, so auch Lahmer, der sich entschied, seine Langlaufskier aus dem Keller zu holen. „So konnte ich von Arnum aus durch den Sundern locker zur Schule skaten“, schreibt Lahmer. „Das hat Spaß gemacht.“

Für Waltraud Passoter übrigens nahm der unfreiwillige Ausflug in den Schnee einen doppelt guten Ausgang: Zurück im warmen Zuhause hatte die junge Mutter nicht bemerkt, dass sie ihre Handtasche im Auto der hilfsbereiten Frau vergessen hatte. Die wiederum wusste lediglich, dass die Besitzerin zwei Kinder hat und in der Molkerei Hiddestorf wohnt. Sie rief wahllos eine Nummer in Hiddestorf an und geriet an eine weitere Frau, deren Tochter dann Waltraud Passoter Bescheid gab. „Was für ein großes Glück, zu dieser Frau in den Wagen gestiegen zu sein!“, lautet deren Fazit.

Von Katharina Kutsche

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