Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Isernhagen Kommt das Hallenbad aufs TuS-Gelände?
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Kommt das Hallenbad aufs TuS-Gelände?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 26.10.2018
Komplett transparent präsentiert sich das neue Bad in seinen ersten Plänen: Rechts befindet sich der Haupteingang, an den sich das Foyer anschließt. Das 50-Meter-Becken kann auch von der Tribühne auf der oberen Etage eingesehen werden. Nicht sichtbar ist der Sauna-Bereich. Im Sommer können die Türen geöffnet werden, um den Gästen das Sonnenbaden auf den umliegenden Rasenflächen zu ermöglichen. Quelle: Planungsbüro Bade
Altwarmbüchen

Ein neues Hallenbad auf dem Gelände des TuS Altwarmbüchen? Der TuS-Verwaltungsrat hat diesem Plan des Schwimmclub-Vorsitzenden Eckhard Bade eine Absage erteilt. Doch aus dem Nein könnte wohl durchaus noch ein Ja werden, wenn denn die Konditionen stimmen..

Ein 50-Meter-Becken mit Tribüne, ein kleines Ausbildungsbecken, dazu Saunen, Fitnessraum und Veranstaltungssaal: So sieht das Konzept für den Neubau aus, das Bade in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Hallenbad Isernhagen Betreiber GmbH entworfen hat. Die Sanierungskosten für das Sechzigerjahre-Hallenbad an der Bernhard-Rehkopf-Straße, für das die Betreibergesellschaft um den Schwimm-Club Altwarmbüchen seit 2003 verantwortlich zeichnet, hat ein Gutachter auf mehr als 1,7 Millionen Euro taxiert. Bade sieht einen Neubau für geschätzt 4,5 Millionen Euro als zukunftsfähiger an.

Als idealen Standort hat er das TuS-Gelände auserkoren. Drei Varianten hat Bade vorgelegt, wie das Gelände zusätzlich noch das Hallenbad samt 40 Parkplätzen aufnehmen könnte. Dafür müssten der Jugendfußballplatz, zwei Tennisplätze und möglicherweise auch die Beachvolleyball-Anlage weichen und an anderer Stelle neu errichtetet werden. Zudem könnte es aus Platzgründen auch nötig werden, den A-Platz samt Tribüne um einige Meter zu verlegen.

Das Grundstück gehört zwar der Gemeinde, doch diese hat es dem Sportverein per Vertrag auf unbestimmte Zeit überlassen. In zwei Sitzungen habe sich der TuS-Verwaltungsrat aus Vorstand und Spartenleitern mit den Entwürfen befasst, die Vor- und Nachteile abgewogen – und sei dann zum Votum gegen das Bad gekommen, so der TuS-Vorsitzende Günther Wieneke.

Der Jugendfußballplatz des TuS Altwarmbüchen an der Seestraße und die sich hinter den Büschen anschließende Volleyball-Anlage und Tennisplätze müssten für das neue Hallenbad wohl verlegt werden. Quelle: Frank Walter

Wieneke begründet das vor allem mit zwei Punkten: Einerseits müsse verbindlich per Ratsbeschluss geregelt sein, wer für die Neusortierung des Geländes finanziell aufkommen wird. „Wir reden da über richtig Geld“, so Wieneke, der von rund 300.000 Euro ausgeht. Würde einer der Rasen- gar zu einem Kunstrasenplatz umgebaut, so spräche man wohl von 1 Million Euro. Zudem fürchte man um die Zukunftsfähigkeit des Vereins mit seinen rund 1300 Mitgliedern, da nach dem Hallenbad-Bau keine Erweiterungsflächen mehr vorhanden wären. „Wenn wir ein Stück Grundstück abgeben, wäre das für uns auf jeden Fall eine Verschlechterung“, meint Wieneke.

Eckhard Bade sieht das anders. Er spricht gar von einer „historischen Chance für den TuS“, das eigene Sportgelände für die nächste Dekade neu zu ordnen. Bade kann sich einiges an Synergieeffekten vorstellen – beispielsweise eine gemeinsame Erdwärme-Heizung für Bad und TuS-Gebäude, und man müsse auch nicht zwei Gastrobetriebe auf dem Gelände vorhalten. Aufgenommen in seine drei Entwürfe hat Bade eine Zweifeld-Tennishalle für die 250 Mitglieder starke TuS-Sparte, die Finanzierung ist aber noch offen. Der Wasserportverein, bei einem Umzug des Hallenbads an die Seestraße ebenfalls neuer Nachbar, könnte für sein Trockentraining zudem den Kraftraum im neuen Bad nutzen.

Unterm Strich sieht man aber offenbar auch beim TuS nicht alles so negativ, wie es das Nein des Verwaltungsrates vermuten lassen könnte. Auch Wieneke hat mögliche Synergieeffekte vor Augen, wenn er sagt, dass aus dem Nein nachträglich noch ein Ja werden könnte. „Aber vorher müssen wir wissen, was wir kriegen.“ Auch Bürgermeister Arpad Bogya, der den TuS-Platz ebenfalls als optimalen Standort für das neue Bad ansieht, fehlt vor allem ein finanzielles Konzept, dieses müsse Bade liefern. Und das will Bade auch: Für die nächste Woche sei ein Gespräch bei der Bank vereinbart, die das Konzept mittragen wolle. Er hofft darauf, dass die Standortfrage bis zum Jahresende geklärt werden kann. Bürgermeister Bogya wiederum hält einen politischen Grundsatzbeschluss über ein neues Bad und dessen Größenordnung im nächsten Jahr für „sehr wahrscheinlich“.

Von Frank Walter

Eine neue Firmenzentrale für rund 12 Millionen Euro: Die Aucotec AG investiert in weiteres Wachstum und baut in Altwarmbüchen neu. Am Dienstag haben die Verantwortlichen offiziell den Startschuss gegeben.

23.10.2018

Nach einem Zusammenstoß mit einem Mercedes Sprinter landete ein Seat-Fahrerin in Altwarmbüchen in einem Zaun. Der Transporterfahrer hatte sie offensichtlich übersehen.

23.10.2018

Das wurde einem Einbrecher wohl zu heikel: Weil er jemanden im Obergeschoss bemerkte, ist ein Unbekannter aus einem Einfamilienhaus wieder geflüchtet.

23.10.2018