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Isernhagen 400.000 Euro Schaden nach Brand in Isernhagen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen 400.000 Euro Schaden nach Brand in Isernhagen
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17:08 04.05.2017
Feuer in leerstehendem Haus in Altwarmbüchen.  Quelle: Elsner
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Isernhagen

Ein 34-jähriger Anwohner war gegen 20.30 Uhr auf das Feuer aufmerksam geworden, das sich im Dachgeschoss des Hauses ausbreitete. Er alarmierte die Feuerwehr, die Altwarmbüchener trafen bereits fünf Minuten nach dem Sirenenalarm mit 29 Einsatzkräften und sechs Feuerwehrfahrzeugen an der Eichendorffstraße ein. Der Dachstuhl stand zu diesem Zeitpunkt allerdings schon lichterloh in Flammen. 

Schnell stellte sich heraus, dass keine Menschen aus dem brennenden Haus gerettet werden mussten: Auf Grund von Renovierungsarbeiten war das Fachwerkhaus unbewohnt. Es brauchte Hunderte Meter Schlauch und mehr als 7500 Liter Wasser, um die Flammen in den Griff zu bekommen. Neben der Feuerwehr aus Altwarmbüchen waren auch die Rettungskräfte aus Kirchhorst, Stelle und Isernhagen N.B im Einsatz. Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute und 20 Einsatzfahrzeuge inklusive des Einsatzleitwagen der Gemeindefeuerwehr und der Drehleiter vor Ort – nicht zuletzt, um beim starken Qualm ausreichend Atemschutzgeräte vorhalten zu können.

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Unter Atemschutz begann denn auch ein Trupp, den Brand von innen zu löschen, mit der Drehleiter wurden die Löscharbeiten von außen unterstützt. In dem sehr eng bebauten Wohngebiet bestand die größte Gefahr darin, dass das Feuer auf Nachbargebäude übergreifen könnte. So befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft auch die gerade im Bau befindliche neue Awo-Krippe, die mit ihrer Holzbauweise besonders leicht Opfer der Flammen hätte werden können. „Allerdings stand der Wind günstig, so dass die Krippe nicht ernsthaft in Gefahr war“, erklärte Feuerwehrsprecher Philipp Suppan gestern. Nach 45 Minuten hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle gebracht. Gegen 23.15 war das Feuer endgültig aus. Die Kriminalpolizei hat das Gebäude gestern Vormittag untersucht. Eine Brandursache könne nicht mehr zweifelsfrei festgestellt werden, teilte die Polizei mit. Vorsätzliche Brandstiftung schließen die Ermittler aber aus.

 Warteschleife: Polizei-Notruf zeitweise überlastet

Von minutenlangen Warteschleifen berichten Altwarmbüchener, die am Mittwochabend den Notruf gewählt haben. „Das stimmt“, räumte ein Polizeisprecher gestern ein. "Ein Anrufer hat sogar 1 Minute und 58 Sekunden warten müssen." Das sei unglücklich, "aber zu Stoßzeiten passiert das manchmal." So hätten gleich mehrere Bürger am Mittwochabend zeitgleich die Feuerwehr über die Nummer 110 verständigen wollen. Allerdings: Der Polizei-Notruf 110 sollte auch nur Plan B sein. Bei Bränden ist der Feuerwehr-Notruf 112 zu wählen. „Sonst muss auch die Polizei erst die Feuerwehr alarmieren“, erklärte der Polizeisprecher. „Aber natürlich funktioniert das.“

 Von Carina Bahl (mit sbü)

Frank Walter 06.05.2017
06.05.2017