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Isernhagen Gemeinde will stationäre Blitzer anschaffen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Gemeinde will stationäre Blitzer anschaffen
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00:17 31.05.2017
Die Gemeinde Isernhagen überlegt, stationäre Blitzer anzuschaffen. Quelle: Symbolbild
Isernhagen

Ob am Ortsausgang von Isernhagen K.B. in Richtung Altwarmbüchen, auf der Ortsdurchfahrt in Isernhagen H.B. oder auf der langen, breiten Steller Straße in Kirchhorst: Es gibt viele Bereiche in Isernhagen, die prädestiniert für Geschwindigkeitskontrollen sind und von der Polizei mit mobilen Radaranlagen sowie des öfteren auch von der Gemeinde kontrolliert werden. Dennoch lautet die Kritik von Bürgern meist: Die Kontrollen erfolgen nur lückenhaft, haben nicht den gewünschten Erfolg.

Dementsprechend schlägt die Verwaltung jetzt vor, mehrere stationäre Messanlagen anzuschaffen. Geplant ist, mehrere Säulen zu kaufen sowie ein Kamerasystem, das zwischen den Standorten wechseln könnte. „Dies hat eine präventive Wirkung, da auch ortskundige Fahrzeugführer nicht wissen können, welche der Säulen jeweils bestückt ist“, betont die Verwaltung in ihrer Vorlage. Das Kamerasystem für die Blitzer würde mit 101 000 Euro zu Buche schlagen, für jede Wechselsäule würden weitere 38 900 Euro im Haushalt bereit gestellt werden müssen. Die jährlichen Kosten für Wartung, Strom, DSL und Eichung schätzt die Verwaltung auf 8000 Euro.

Die Gemeinde hat ein modernes System im Auge, das laserbasiert arbeitet und keine straßenseitigen Einbauten wie Sensoren oder Lichtschranken benötigt. Gleichzeitig wäre eine Messung in beide Fahrtrichtungen von nur einer Säule aus möglich. Auch dicht hintereinander fahrende Autos könnten vom System entdeckt und ein Verstoß eindeutig zugeordnet werden.

Obgleich die Unfallverhütung und die Verkehrssicherheit bei der Entscheidung für die Messanlagen im Vordergrund stehen sollen – auch aus finanzieller Sicht ist die Anschaffung für die Gemeinde attraktiv: Mit Blick auf Nachbarkommunen wie Burgwedel ist davon auszugehen, dass sich die Anschaffungskosten bereits in ein bis zwei Jahren amortisiert hätten. 60 Prozent der Einnahmen würden an die Region als Ahndungsbehörde gehen, 40 Prozent dürfte die Gemeinde für sich behalten. Die Blitzer auf der Ortsdurchfahrt in Fuhrberg hatten Burgwedel bereits in den ersten drei Monaten mehr als 20 000 Euro in die Kasse gespült.

Der Rat soll jetzt grundsätzlich grünes Licht für die stationären Blitzer geben. Wo diese aufgestellt würden, müsste dann mit Region und Polizei ermittelt werden.

Von Carina Bahl

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