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Isernhagen Alte Schule in F.B. wird zur Kita umgebaut
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Alte Schule in F.B. wird zur Kita umgebaut
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15:16 28.11.2018
Die Alte Schule (rechte Bildhälfte) wird zur Kita umgebaut. Das angebaute Wohnhaus (links daneben) wird für den neuen Eingangsbereich abgerissen. Quelle: Frank Walter
Isernhagen F.B

Ende Juni hatte der Isernhagener Rat beschlossen, die Alte Schule in F.B. zu einer kleinen Kindertagesstätte umbauen zu lassen. Mit den damals erwarteten Kosten von rund 500.000 Euro lässt sich das aber nicht bewerkstelligen: Die erste Kita im Ortsteil wird mit 1,16 Millionen Euro samt Außengelände mehr als doppelt so teuer wie gedacht – und die Ortsfeuerwehr wird eine Zeit lang einen Container nutzen müssen.

Die Kindergarten-Gruppe mit 25 Plätzen im Erdgeschoss, die 15 Krippenkinder im ausgebauten Obergeschoss: So sieht der Plan des Amtes für Gebäudewirtschaft und Liegenschaften aus, den dessen technischer Leiter Joost Götze am Dienstagabend zwei Fachausschüssen und dem Ortsrat F.B. präsentierte.

Die Kleinstkita wird dabei die komplette Alte Schule belegen. Das nördlich angrenzende Wohnhaus mit seiner schlechten Bausubstanz, das in den vergangenen Jahren als Asylbewerber-Unterkunft genutzt wurde, wird abgerissen. Dort entsteht ein neuer Eingangsbereich samt zweitem Treppenhaus und Fahrstuhl. Die 500 Quadratmeter große Außenspielfläche, die Krippen- und Kindergartenkinder gemeinsam nutzen werden, soll wie auch die Mitarbeiter-Parkplätze ebenfalls im hinteren Bereich des großen Grundstücks angelegt werden.

Parkmöglichkeiten für die Eltern könnten entweder zwischen den Bäumen vor der Alten Schule geschaffen werden. Laut der Ersten Gemeinderätin Nicole Jürgensen prüfe man zudem, ob der Hol- und Bringverkehr nicht auch komplett vom Grundstück ferngehalten werden kann.

Aufwendig ist der Umbau der ehemaligen Dorfschule an der Hauptstraße 24, weil das Gebäude energetisch saniert und zudem barrierefrei umgebaut werden muss. Zu den Kosten von rund 1 Million Euro für das Haus kommen noch Außenanlagen und sonstige Nebenkosten in Höhe von 141.000 Euro.

Kompliziert wird die Baumaßnahme aber auch wegen der ebenfalls auf dem Grundstück untergebrachten Ortsfeuerwehr: Sie nutzt auch Teile der Alten Schule. Für möglicherweise bis zu zwei Jahren muss deshalb eine Interimslösung her – bis die Feuerwehr dann selbst ihren geplanten Neubau beziehen kann. Als Mannschaftsraum soll sie bis dahin entweder die Begegnungsstätte auf dem Isernhagenhof oder nach Absprache einen Raum der dann fertiggestellten Kita nutzen. Das Büro und die Toiletten für die Feuerwehr sollen in einem 40 Quadratmeter großen Container auf dem Grundstück untergebracht werden – die Kosten dafür liegen für zwei Jahre bei 53.000 Euro.

Ob die Container tatsächlich zwei Jahre lang gebraucht werden, das ist aber noch offen. Die neue Kita soll spätestens im August 2020 ihren Betrieb aufnehmen. Bis zum Beginn des mehrmonatigen Umbaus kann die Feuerwehr die Räume weiter nutzen. Auch für die Planung des neuen Feuerwehrhauses steht Geld im Haushalt 2019 bereit, mit der Fertigstellung ist aber erst für das Jahr 2021 zu rechnen. Für eine Übergangsphase, das zumindest ist klar, werden sich die neue Kita und die Ortsfeuerwehr das Grundstück teilen müssen. „Das wird sicherlich etwas holprig werden“, räumte Verwaltungsmitarbeiter Joost Götze ein. Ortsbrandmeister Dirk Leifers wollte sich auf Nachfrage dazu noch nicht äußern.

Alternativstandort für Kita fällt durch

Aus Kostengründen hatte die Gemeindeverwaltung auch noch einen Alternativstandort für die neue Kita betrachtet – das Grundstück Möllerstrift 3, das die Gemeinde kürzlich für die Ausweisung eines kleinen Gewerbegebiets erworben hatte. Nach dem Abriss eines leerstehenden Wohnhauses hätte dort ein Neubau wie die Kita Wietezaue II in Altwarmbüchen errichtet werden können, und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Standort für die Ortsfeuerwehr F.B.

Diese Variante hätte den Vorteil gehabt, dass die Feuerwehr ihren aktuellen Standort bis zum Umzug hätte nutzen können, die Containerlösung wäre verzichtbar gewesen. Zudem hätte die Gemeinde das dann überflüssige Grundstück Hauptstraße 24 wie seit Jahren geplant als Wohnbauland verkaufen können. Der Erlös von geschätzt 1 Million Euro hätte den Kita-Neubau an der Möllerstrift wohl komplett finanziert.

Ob allerdings die Kita dort wirklich zu verwirklichen gewesen wäre, ist offen: Dazu hätten erst noch Fragen nach den Lärmemissionen der nahen Autobahn 7, zu Grenzabständen und baurechtlichen Aspekten geklärt werden müssen. Da sich der Rat aber ohnehin im Juni schon auf die Alte Schule als Kita-Standort festgelegt hatte, blieb die Alternative Möllerstrift am Dienstagabend eine Randnotiz.

Von Frank Walter

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