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Isernhagen Altwarmbüchen: Neue Kita Birkenwäldchen soll in Grün-Tönen schimmern
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Altwarmbüchen: Neue Kita Birkenwäldchen soll in Grün-Tönen schimmern
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18:34 06.06.2019
Rot oder Grün? Joost Götze (Bildmitte, stehend) stellt in der Sitzung die beiden möglichen Farbkonzepte vor. Quelle: Frank Walter
Altwarmbüchen

Das Birkenwäldchen in Altwarmbüchen bleibt grün: Einerseits können beim Bau der neuen Kindertagesstätte viele Bäume auf dem bisher als Spielplatz genutzten Areal erhalten bleiben. Andererseits sollen grüne Flächen an der Fassade des Neubaus Akzente setzen: Die zuständigen Politiker entschieden sich jetzt für das Farbkonzept „Wald“ und damit gegen Rottöne.

Kita entsteht auf dem Spielplatz Birkenwäldchen

In Altwarmbüchen fehlen Betreuungsplätze für Kinder. Abhilfe will die Gemeinde auf dem 3700 Quadratmeter großen Grundstück des öffentlichen Spielplatzes zwischen der Bothfelder Straße und dem Friedhof an der Bernhard-Rehkopf-Straße schaffen. Die neue Kita für 30 Krippen- und 75 Kindergartenkinder wird in U-Form errichtet. Baubeginn soll im Oktober sein, die Fertigstellung ist für Juli 2020 vorgesehen. Die Gemeinde rechnet mit Kosten von knapp 3 Millionen Euro, wovon etwa 920.000 Euro als Förderung von Land und Region erwartet werden.

Der Trakt für die beiden Krippengruppen wird eingeschossig in Holzrahmenbauweise errichtet, der gegenüberliegende Bereich für die älteren Kinder zweigeschossig in massiver Bauweise. Lob gab es in der gemeinsamen Sitzung des Ortsrates und zweier Fachausschüsse von Politikerseite für die Tatsache, dass alle Gruppenräume ebenerdig liegen werden. Im Obergeschoss des Kindergartentraktes sollen unter anderem die per Fahrstuhl belieferbare Küche samt Essbereich sowie Mehrzweck- und Personalraum untergebracht werden.

Der Spielplatz Birkenwäldchen soll dem Bau einer neuen Kita weichen. Quelle: Archiv

Auch die Tatsache, dass alle fünf Gruppenräume durch ihre Südausrichtung viel Licht erhalten, kam positiv an. Arne Grävemeyer (CDU) beispielsweise sprach von einem gut durchdachten Entwurf, der auf viel Erfahrung basiere: „Man merkt, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren viel im Kita-Bereich getan hat.“ Christian Possienke (FDP) warnte allerdings davor, zur Beschattung außer auf verschiebbare Holzelemente auch auf elektrische Markisen zu setzen. Die Erfahrung in Kirchhorst habe gezeigt, dass diese bereits bei leichtem Wind nicht mehr ausgefahren werden könnten. Die Gemeinde will das prüfen. Sie setzt aber auch darauf, dass die vielen Bäume verhindern werden, dass die Sonne die Räume zu sehr aufheizt.

Kita-Eltern sollen Friedhofsparkplatz nutzen

Zum Bringen und Abholen ihrer Kinder sollen die Eltern den Friedhofsparkplatz an der Bothfelder Straße nutzen. Diesen will die Gemeinde dafür umbauen – mit je einer Ein- und Ausfahrt als sogenannten Drive-through-Parkplatz, um die Eltern-Taxis in geordnete Bahnen zu lenken. Eine Anwohnerin der Bothfelder Straße kritisierte jedoch, dass „vermutlich 200 Autofahrten zusätzlich“ pro Tag die Belastung der Straße weiter erhöhen werden. Jens-André Paffenholz, Vorsitzender des Gemeinde-Kita-Elternrates, äußerte Zweifel, ob die Parkplatzkapazitäten zu den Bring- und Holzeiten ausreichen werden. Schließlich sei mit gewissen Standzeiten der Autos zu rechnen. Aus Sicht der Gemeinde könnte sich dabei aber die zentrale Lage der Kita im Ortsteil positiv auswirken. „Ich hoffe, die meisten kommen mit dem Rad oder zu Fuß“, sagte Joost Götze, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsverwaltung der Gemeinde.

Von Frank Walter

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