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Isernhagen Altwarmbüchen: Umbau im Zentrum wird teurer
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Altwarmbüchen: Umbau im Zentrum wird teurer
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17:33 09.10.2019
Die Zentrumssanierung in Altwarmbüchen hat mit dem Umbau des östlichen Teils der Bothfelder Straße begonnen. Quelle: Lisa Otto
Altwarmbüchen

Der Rat hatte die Kosten- und Finanzierungsübersicht für den Umbau des Zentrums in Altwarmbüchen in seiner jüngsten Sitzung lediglich zur Kenntnis zu nehmen. Alle Hände gingen in die Höhe, eine inhaltliche Diskussion gab es nicht – weiter in der Tagesordnung. Dabei offenbart der Blick auf die vielen Zahlen durchaus Interessantes: Die Zentrumssanierung wird deutlich teurer als zunächst geschätzt, und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht wirklich absehbar.

Sanierung soll die Zentrumsfunktion stärken

Ziel der „Städtebaufördermaßnahme Zentrum Isernhagen“, wie sie offiziell heißt, ist die Beseitigung städtebaulicher Missstände im zentralen Bereich Altwarmbüchens. Die Baumaßnahmen sollen die Funktion des Bereichs rund ums Rathaus als Zentrum für das gesamte Gemeindegebiet stärken, der Verkehr auf der Bothfelder Straße soll dafür entschleunigt werden.

Ab 2009 hatte sich die Gemeinde zunächst jahrelang vergeblich um Fördergeld bemüht. 2014 erfolgte dann die Aufnahme ins Förderprogramm für 2015. Das vorgesehene Investitionsvolumen lag damals bei 2,03 Millionen Euro – „auf Basis von Kostenschätzungen, nicht von Berechnungen“, wie Bauamtsleiterin Heike Uphoff betont.

Zwei Jahre später wurde der Zentrumssanierung bereits eine Summe von knapp 3,8 Millionen Euro als Investitionsvolumen zugrunde gelegt – zwei Drittel davon als Fördergeld von Bund und Land, ein Drittel als Gegenfinanzierung der Gemeinde.

Investitionsvolumen liegt mittlerweile bei 4,88 Millionen Euro

Die nun der Politik vorgestellte aktualisierte Kosten- und Finanzierungsübersicht nennt ein Investitionsvolumen von 4,88 Millionen Euro. Und das könnte noch nicht alles sein: Das mit dem Rahmenplan und dem städtebaulichen Entwurf vorgesehene Gesamtprojekt „wird nach heutiger Kostenschätzung circa 7,4 Millionen Euro benötigen“, heißt es in der Ratsvorlage. Letztere Summe sei laut der Bauamtsleiterin allerdings mit äußerster Vorsicht zu sehen, sie spricht von einem „Blick in die Glaskugel“. Die 7,4 Millionen Euro legten zugrunde, dass tatsächlich alles aus dem Rahmenplan und dem städtebaulichen Entwurf auch umgesetzt werde. Belastbarer ist für sie die Summe von 4,88 Millionen Euro, die Kostenanpassung auf diese Summe ist beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung beantragt worden.

Heike Uphoff: Städtebau ist immer Entwicklungsprozess

Zu der Steigerung beigetragen haben unter anderem die allgemein gestiegenen Kosten im Bausektor – die Verwaltung nennt einen Anstieg um 3 bis 5 Prozent pro Jahr. Außerdem seien die Kosten der Tiefbauplanung in den ursprünglichen Schätzungen noch nicht enthalten gewesen, so Uphoff. Hinzu kamen aber auch neue Ideen. So habe man anfangs noch eine punktuelle Veränderung der Bothfelder Straße als Zentrumsdurchfahrt vorgesehen. Jetzt soll hingegen der Gesamtbereich umgebaut werden. „Städtebau ist immer ein Entwicklungsprozess“, betont die Bauamtsleiterin.

Ob und wie die Gemeinde auf die Kostenentwicklung reagiert, werden die nächsten Monate zeigen. Man werde nun prüfen, ob man Planbereiche kappen könne, kündigt Uphoff an. Dabei seien allerdings die Förderrichtlinien zu beachten, da ansonsten Rückzahlungen drohten. Viel Zeit bleibt dafür nicht: Bis Ende Mai 2020 muss die Gemeinde die nächste Tranche Fördergeld beantragen.

Möglichen Sorgen von Grundstücksbesitzern im Zentrum tritt Uphoff entgegen: Sie geht nicht davon aus, dass die Kostensteigerung Auswirkungen auf die Höhe der Ausgleichsbeträge haben wird, die die Eigentümer wegen der Bodenwertsteigerung werden zahlen müssen.

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Von Frank Walter

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