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Isernhagen Diebstahl mit Waffe kommt Handwerker teuer zu stehen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Diebstahl mit Waffe kommt Handwerker teuer zu stehen
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11:58 29.05.2019
Wenn Handwerker zwischendurch im Baumarkt Nachschub für ihre Baustelle holen müssen, tragen sie oft Werkzeuge am Gürtel oder in der Hosentasche mit sich. Quelle: Symbolbild (Martin Schutt/dpa)
Altwarmbüchen/Großburgwedel

Das Amtsgericht Burgwedel hat einen 48-jährigen Handwerker wegen Ladendiebstahls verurteilt. Die Strafe fiel härter aus, weil der Mann bei der Tat sein Arbeitsmesser einstecken hatte. Dieses wertete das Gericht als potenzielle Waffe.

Handwerker steckt Bau-Marker für 7,95 Euro ein

Die Tat an sich war unstrittig: Der Pole, der vor Gericht eine Dolmetscherin an seine Seite bekam, hatte im August 2018 im Hornbach-Markt in Altwarmbüchen einen speziellen Stift eingesteckt, mit dem sich Markierungen auf fast jedem Untergrund aufbringen lassen. Dann hatte er den Kassenbereich passiert, ohne den Bau-Marker für 7,95 Euro zu bezahlen.

Vor Ort hatte er die Tat gleich gestanden, vor Gericht wiederholte er sein Geständnis. Doch mit dem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft als Konsequenz war der 48-Jährige nicht einverstanden: 100 Tagessätze zu je 10 Euro, das erschien ihm dann doch zu hoch. Er legte Einspruch ein und ließ es auf einen Prozess ankommen.

Juristisch handelt es sich um Diebstahl mit Waffe

Doch vor dem Amtsgericht Burgwedel gab es für den Mann von vornherein nichts zu gewinnen, sondern nur zu verlieren. Sein Pech war, dass er beim Diebstahl sein kleines Arbeitsmesser in der Hosentasche mit sich führte – so wie an jedem normalen Arbeitstag und wie es viele andere Handwerker auch tun. Dem Strafbefehl zugrunde gelegt und nun angeklagt war deshalb ein Diebstahl mit Waffe. Dafür hat der Gesetzgeber selbst für minderschwere Fälle schon eine Mindeststrafe von drei Monaten Freiheitsstrafe beziehungsweise eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen vorgesehen. Für einfache Diebstähle gilt hingegen keine Mindeststrafe.

Richter: „Man könnte das Messer einsetzen“

Vergeblich wies der Handwerker darauf hin, dass er gar nicht vorgehabt habe, das Messer beim Diebstahl oder nach seiner Entdeckung zu benutzen. Dies sei auch gar nicht der Vorwurf, entgegnete Richter Michael Siebrecht und erläuterte die Rechtslage: Der Gedanke des Gesetzgebers sei es gewesen, dass ein Diebstahl beispielsweise mit einem Messer in der Tasche potenziell gefährlicher sei als ein Diebstahl ohne Messer. „Wenn man erwischt wird, könnte es immer zu einer überraschenden Situation kommen. Man könnte sich des Messers besinnen und es einsetzen.“

Mit 100 Tagessätzen sei der Strafbefehl nur knapp über der Mindeststrafe geblieben, so der Richter. Und zu Gunsten des Angeklagten sei die Staatsanwaltschaft bei der Tagessatzhöhe nur von einem monatlichen Nettoeinkommen von 300 Euro im Monat ausgegangen. „Um es ganz platt zu sagen: Billiger geht es nicht.“ So belehrt, nahm der Angeklagte seinen Einspruch schnell zurück und akzeptierte den Strafbefehl im Nachhinein doch noch. Zumal er die 300 Euro nun in drei Monatsraten abstottern darf.

Von Frank Walter

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