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Isernhagen Radweg-Baustelle macht Betrieben zu schaffen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Radweg-Baustelle macht Betrieben zu schaffen
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00:19 01.02.2019
Die K116 ist zwischen Neuwarmbüchen und dem Oldhorster Kreisel vorerst wieder freigegeben. Die Arbeiten am Radweg sollen voraussichtlich Mitte Februar fortgesetzt werden. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Neuwarmbüchen/Thönse

Das rote Kreuz über dem gelben Hinweisschild nach Wettmar an der Höfestraße ist aktuell zusammengeklappt. Nun gilt also wieder freie Fahrt auf der Kreisstraße 116 – aber nur vorübergehend. Wegen der niedrigen Temperaturen ruhen die Arbeiten am neuen Radweg zwischen Neuwarmbüchen und Thönse. „Witterungsbedingt kann der Weg nicht asphaltiert werden“, teilte jetzt die Region Hannover mit.

„30 Prozent weniger Umsatz“

Das Schild an der Farster Straße in Neuwarmbüchen ist mit einem roten Kreuz versehen, die K116 ist derzeit wieder freigegeben. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Dass die Sperrung der K116 für einige Tage aufgehoben ist, das hat Kiosk-Betreiber Kenan Atik in Neuwarmbüchen gleich in seiner Kasse gemerkt. „Bereits um 9 Uhr waren die belegten Brötchen und andere Backwaren ausverkauft“, sagt der Betreiber der kleinen Verkaufsstelle an der Kurzen Straße. Zuvor seien seine Umsätze seit Beginn der Vollsperrung permanent nach unten gegangen. Viele Autofahrer aus Engensen, Thönse und Wettmar auf dem Weg zur Anschlussstelle Kirchhorst/Altwarmbüchen der A7 kämen derzeit nicht bei ihm vorbei. „Durch die Umleitung habe ich 30 Prozent weniger Umsatz“, beklagt Atik, der den Kiosk seit fast einem Vierteljahrhundert. Die Situation sei schwierig, „ich bekomme finanzielle Probleme“.

Auch Eva Dierks macht die Radweg-Baustelle große Sorgen. Die Betreiberin der freien Tankstelle in Kirchhorst ist sehr unzufrieden: „Meine Laune ist im Keller“, sagt sie und spricht von einer „bitteren Pille“. Dierks bemängelt, dass ihre Tankstelle, die sie gemeinsam mit ihrem Vater Fritz Papenberg betreibt, dadurch völlig abgeschirmt sei. Und auch sie klagt über Umsatzeinbußen von 30 Prozent.

Tankstellenbetreiberin: Halbseitige Sperrung würde doch reichen

Eva Dierks wohnt in Wettmar. Weil die Umleitungsstrecke über Großburgwedel morgens völlig überfüllt sei, nimmt sie einen langen Umweg in Kauf und fährt über Schillerslage und die A37 sowie A7 nach Kirchhorst. „30 Minuten bin ich unterwegs. Sonst benötige ich über den Oldhorster Kreisel gerade mal zehn Minuten.“ Wie der Neuwarmbüchener Kioskbetreiber zeigt auch Dierks kein Verständnis für die komplette Sperrung der Kreisstraße 116. Die Bäume seien gefällt, deshalb reiche nun doch eine halbseitige Absperrung, meint Eva Dierks. Ein neuer Radweg sei eine tolle Sache, aber die Region Hannover mache sich zu wenig Gedanken über Betriebe, die während der Arbeiten auf Einnahmen verzichten müssten, kritisiert sie.

Noch zwei Wochen ist die K116 nun wieder für den Verkehr freigegeben. Am Montag, 11. Februar, solle die Strecke dann wieder gesperrt werden, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. „Dann werden die Bauarbeiten am Fahrradweg wieder fortgesetzt – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.“

Radweg soll im Mai fertig sein

Der Verlauf des neuen Fahrradweges zwischen Neuwarmbüchen und dem Oldhorster Kreisel ist bereits deutlich erkennbar. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Da die Region Hannover als Auftraggeberin ohnehin einen Zeitpuffer eingeplant hatte, besteht laut Abelmann keine Änderung im Bauablauf. Dem Zeitplan und der Fertigstellung des gesamten Radweges von Neuwarmbüchen bis Thönse bis Mai stehe nichts entgegen, so der Regionssprecher. Eine Million Euro lässt sich die Region Hannover den 2,7 Kilometer langen Radweg kosten. Im südlichen Bauabschnitt zwischen Neuwarmbüchen und dem Kreisel fehlt nur noch die Asphaltdecke. Nach Fertigstellung des ersten Abschnittes will die Region das zweite Teilstück vom Kreisel bis nach Thönse in Angriff nehmen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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