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Isernhagen Grundschule Neuwarmbüchen: Toiletten-Sanierung erst im Sommer 2020
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Grundschule Neuwarmbüchen: Toiletten-Sanierung erst im Sommer 2020
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18:01 28.05.2019
Die Toiletten machen zwar einen gepflegten Eindruck, aber „es stinkt echt schlimm“, so ein Vater. Die Schulleiterin bemängelt zudem, dass es einfach zu wenige Toiletten in der Grundschule Neuwarmbüchen gebe. Quelle: Archiv (Gabriele Gerner)
Neuwarmbüchen

„Ich bin seit zwölf Jahren an der Schule, und seitdem kämpfe ich um die Toilettensanierung“, sagt Christa Winkelvoß, die im Sommer in den Ruhestand geht. Den Ende des Kampfes wird Neuwarmbüchens Schulleiterin deshalb nicht mehr im Amt erleben: Die Gemeindeverwaltung hat die Toilettensanierung gerade aus Kostengründen auf Sommer 2020 verlegt.

Schlange stehen vor der Schultoilette

Rund eine Viertelmillion Euro wollte die Gemeinde 2019 in die Sanierung des 1908 errichteten Grundschulgebäudes stecken. Am dringendsten, das steht für Christa Winkelvoß fest, ist die Sanierung der Toiletten, bei der auch gleich die Kapazitäten aufgestockt werden müssten: Für die Jungen stehen eine Kabine und zwei Pissoirs bereit, für Mädchen drei Kabinen. Was das bedeutet, hatte eine Mutter schon 2017 im Rat geschildert: Gerade die Mädchen schafften es in der Pause teils nicht auf die Toilette, weil sich dort eine Schlange bilde.

Dass die WCs im zwischenzeitlich errichteten externen Klassenzimmer das Problem lösen könnten, von diesem Gedanken hat sich Schulleiterin Winkelvoß verabschiedet. Diese müssten in den Pausen abgeschlossen werden, da man sonst der Aufsichtspflicht nicht nachkomme könne.

„Es stinkt echt schlimm“

Erleichtert hatte sie deshalb Anfang des Jahres die Nachricht aus dem Rathaus aufgenommen, dass die Toilettenanlage im Sommer 2019 endlich saniert werden sollte. Auch aus Elternsicht wäre das dringend nötig: „Es stinkt echt schlimm“, so ein Vater – der Dreck habe sich über die Jahre offenbar regelrecht in die Flächen hineingefressen.

Doch von ihrer Zusage muss die Gemeinde jetzt wieder abrücken. Der Grund ist simpel: Es fehle das Geld für die Toilettensanierung, sagt Joost Götze, Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft und Liegenschaftsverwaltung (AGL).

Aus AGL-Sicht hat die Sanierung der Außenhülle des Gebäudes oberste Priorität. So habe das Dach Löcher. Der Blitzschutz müsse ebenso erneuert werden wie eine Außentür und mehrere Fenster. Zudem sei die Regenwasserableitung am Gebäudesockel zu sanieren. „Das ist aus unserer Sicht primär. Da müssen wir dringend handeln“, sagt Götze.

Sanierungskosten für Grundschule Neuwarmbüchen explodieren

In der Folge hatte die Gemeinde die Gewerke für die Sanierung der Gebäudehülle als erstes ausgeschrieben – und eine böse Überraschung erlebt: Statt wie im Jahr 2017 geschätzt 253.000 Euro für die Gesamtsanierung der Grundschule stehen am Ende jetzt Kosten von 282.000 Euro allein für die Gebäudehülle. Der Grund dafür sei einerseits die konjunkturelle Entwicklung in der Baubranche, so Götze. „Die war nicht so wie erwartet.“ Zudem habe sich der Aufwand gegenüber der Schätzung im Jahr 2017 mittlerweile konkretisiert. Die Hoffnung, eine Förderung aus Denkmalschutz-Mitteln zu erhalten, habe sich leider zerschlagen. „Das wäre sonst eine schöne Grundlage gewesen.“

In der Konsequenz ist das vom Rat genehmigte Budget für die Grundschulsanierung mit den Arbeiten, die in den Sommerferien 2019 über die Bühne gehen sollen, erschöpft. Mittel für die Innensanierung will das AGL für den Haushalt 2020 anmelden. Ist der Haushalt genehmigt, kann die Ausschreibung erfolgen – und dann sollen in den Sommerferien 2020 auch endlich die Schülertoiletten saniert werden. Ob der Platz im Altbau dann allerdings für zusätzliche WCs ausreichen wird, da hat Joost Götze so seine Zweifel.

Von Frank Walter

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