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Isernhagen Heidelbeeren wachsen an 12.000 Büschen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Heidelbeeren wachsen an 12.000 Büschen
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00:42 21.04.2018
Anne Grundstedt hofft auf eine gute Heidelbeer-Ernte. Quelle: Frank Walter
Isernhagen H.B

Wird Isernhagen jetzt etwa Spargel-Gemeinde wie die Nachbarstadt Burgwedel? Lange Dämme auf einem Acker in H.B. haben in den vergangenen Tagen manchen Anwohner und Autofahrer denken lassen, dass das Edelgemüse künftig auch an der Burgwedeler Straße angebaut wird. Doch am Dienstag frisch gesetzte Büsche verraten es: Dort soll kein Spargel wachsen, sondern Heidelbeeren – und das gleich an 12.000 Pflanzen. Die ersten Beeren der neuen Plantage wird man sich vielleicht sogar noch diesen Sommer schmecken lassen können.

Mehr als 40 Jahre lang hatte der Acker neben der Gärtnerei Florus, der sich von der H.B.er Ortsdurchfahrt einige Hundert Meter weit in Richtung Festplatz und Kirche zieht, der Aufzucht von Weihnachtsbäumen gedient, die dann in der Adventszeit von Rosen-Kroppen aus den Weg in die Wohnzimmer fanden. Dass ihr Mann Hinrich und sie die Fläche jetzt für die Heidelbeer-Zucht nutzen können, ist für Anne Grundstedt ein echter Glücksfall. „Die Pflanzen mögen es sauer – das passt“, sagt sie mit Blick auf den pH-Wert des Bodens. Die jahrzehntelang Aufzucht der Nadelbäume hat den Heidelbeeren also das Feld bestellt. Nach dem Abholzen der Fläche wurden noch die Überreste der Tannen gefräst und samt Torf in den Boden eingearbeitet, um diesen weiter zu verbessern.

Angefangen wird mit vier Hektar

Zunächst auf vier Hektar Fläche haben die Hülptingser und ihre Helfer die Erde in den vergangenen Tagen per Traktor zu Dämmen aufgeworfen. So erwärmt sich die Erde schneller, was das Pflanzenwachstum fördert. Netter Nebeneffekt: „Mann muss sich später beim Pflücken nicht so tief bücken“, sagt Anne Grundstedt. In jedes der ausgehobenen Löcher im Damm kommen nun eine Handvoll Torf und dann die Pflanze - fein säuberlich in endlosen Reihen, immer mit einem Meter Abstand zum nächsten Busch. Was es jetzt noch braucht, sind Wasser aus der riesigen Beregnungsanlage und vor allem Sonne – „dann gibt es vielleicht schon in diesem Jahr Isernhagener Heidelbeeren“, sagt Anne Grundstedt mit Blick auf die größeren Büsche, die vorn an der Burgwedeler Straße gepflanzt wurden.

Frische Blaubeeren gibt es ab Juli

Ein Verkaufsstand für die blauen Beeren soll Mitte Juli so oder so an der Burgwedeler Straße aufgestellt werden. Die Grundstedts bauen außer Speisekartoffeln, Raps und Mais als weiteres Standbein bereits auf anderen Flächen außerhalb Isernhagens Heidelbeeren an. Bis Ende August wird dort geerntet. Falls es dieses Jahr nicht mehr klappt mit der Ernte in Isernhagen H.B., dann kann man sich die „Northern High Bush Blueberrys“ von der Burgwedeler Straße eben ab dem nächsten Jahr schmecken lassen – und das voraussichtlich mindestens 20 Jahre lang, denn so lange werden die Büsche wohl Früchte tragen.

Ob die Grundstedts ihre Plantage in den nächsten Jahren außer für die eigenen Erntehelfer auch für Selbstpflücker öffnen werden, ist indes noch nicht entschieden – bis auf weiteres sperrt ein Zaun Menschen wie Wildtiere aus, die ebenfalls Gefallen finden an den süßen Beeren.

Von Frank Walter

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