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Isernhagen Lohne: Ortsrat Neuwarmbüchen dringt auf neuen Bebauungsplan
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Lohne: Ortsrat Neuwarmbüchen dringt auf neuen Bebauungsplan
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16:14 28.02.2019
Der Ortsrat Neuwarmbüchen fordert, den Bebauungsplan für die Gartenstadt Lohne aktuellen Erfordernisse anzupassen. Quelle: Archiv (Frank Walter)
Neuwarmbüchen

Der Ortsrat Neuwarmbüchen ist mit seiner Geduld am Ende: Einstimmig haben die Mitglieder am Mittwochabend die Gemeindeverwaltung aufgefordert, den jahrzehntealten Bebauungsplan für die Gartenstadt Lohne endlich zu ändern. In ihrer nächsten Sitzung wollen die Politiker erfahren, wann das Verfahren begonnen wird – „wann, nicht ob!“, wie der stellvertretende Ortsbürgermeister Gerd Jaeger (SPD) betonte. Zudem beantragte der Ortsrat, dafür entsprechende Mittel im Haushalt zu blocken.

Mit dem anhaltenden Generationswechsel in der Gartenstadt Lohne ist in den vergangenen Jahren zunehmend der Wunsch nach einer Lockerung der Bauvorschriften zu vernehmen – junge Familien haben einen anderen Platzbedarf als ältere Ehepaare. Dass die Region Hannover als Bauaufsichtsbehörde keineswegs immer bereit ist, Abweichungen von den geltenden Bauvorschriften mitzutragen, das hatte gerade der Fall von Familie Wisweh gezeigt.

Gerd Jaeger: Die Lohner brauchen Rechtssicherheit

Jaeger erinnerte in der Sitzung am Mittwochabend an die Historie. Bereits 2014 habe der Ortsrat eine Änderung des Bebauungsplanes gefordert, doch seitdem sei nichts passiert. Das dürfe so nicht weitergehen. „Die Lohner brauchen für die Zukunft Rechtssicherheit, darauf müssen wir dringen.“ Dass die Gemeindeverwaltung dem B-Plan für die Gartenstadt bislang keine hohe Priorität zugemessen habe, dürfe man so nicht stehen lassen. Immerhin habe sich der Ortsrat Neuwarmbüchen bewusst gegen große Neubaugebiete entschieden – diese binden viel Arbeitskraft im Planungsamt. „Dann wollen wir aber wenigstens nicht bei der Überarbeitung von B-Plänen hintenüber fallen.“

Bebauungsplan wurde noch mit Schreibmaschine getippt“

Vanessa Schenke (CDU) stieß ins gleiche Horn: Der Generationswechsel in der Gartenstadt werde zunehmend zu Problemen führen, prognostizierte sie. Der immer noch gültige Bebauungsplan aus den Siebzigerjahren sei mittlerweile antiquiert: „Der wurde noch mit der Schreibmaschine getippt.“ Und, in Richtung Zuhörer gewandt, fügte sie hinzu: „Da muss viel Druck aus der Bevölkerung auf den Rat kommen. Sobald die Bürger unbequem werden, tut sich manchmal viel.“ Auch Jaeger empfahl, den Bauausschuss des Rates als zuständiges Gremium zu nutzen, um Druck aufzubauen.

Karsten Wisweh und seine Mutter Regina, die die Debatte als Zuhörer verfolgten, äußerten sich anschließend zufrieden mit dem Ortsratsbeschluss. Bis Donnerstagnachmittag hatten 170 Bürger ihre Online-Petition auf www.openpetition.de/petition/online/gartenstadt-lohne-fuer-generationen nach einer Änderung des Bebauungsplans unterschrieben.

Von Frank Walter

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