Isernhagen: Neustart in der Gastronomie: Restaurant-Chef blickt positiv in die Zukunft
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Isernhagen Neustart in der Gastronomie: Restaurant-Chef vom Tandur blickt positiv in die Zukunft
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14:37 23.05.2020
Der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann (rechts) im Gespräch mit Yilmaz Tüzün, Inhaber des Restaurants Tandur. Quelle: Lisa Otto
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Altwarmbüchen

„Die letzten knapp acht Wochen waren schwierig zu überwinden. Aber wir haben das Beste daraus gemacht“, sagt Yilmaz Tüzün, Inhaber des Restaurants Tandur im Altwarmbüchener Zentrum. Umso größer sei die Freude bei ihm und seiner Frau gewesen, dass sie durch die Corona-Lockerungen seit dem 11. Mai wieder geöffnet haben dürfen. „Es war wie eine Neueröffnung.“ Doch sowohl die Gastronomen als auch die Gäste müssen sich noch an verschiedene Auflagen halten. Wie der Betrieb unter Corona-Bedingungen läuft, schaute sich der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann im Restaurant an der Bothfelder Straße jetzt selbst an.

Restaurantmitarbeiter tragen Masken

Mit einem Mund-Nasen-Schutz ausgestattet, begrüßt Tüzün den Politiker, das übliche Händeschütteln bleibt aus. „Das ist bei uns eigentlich gang und gäbe. Das fehlt daher schon, und ich hoffe, dass es bald zurückkommt“, sagt der Gastronom. Zurück sind hingegen schon wieder einige Gäste. Um den nötigen Abstand einzuhalten, hat Tüzün auf der Terrasse weniger Tische aufgestellt. Im Restaurant selbst darf nur jeder zweite Tisch besetzt werden. Das gründliche Desinfizieren der Hände am Spender im Eingangsbereich und das Tragen einer Maske, bis der Platz erreicht ist, sind für die Gäste Pflicht. Und auch das Personal trägt Maske. „Der Mundschutz ist mittlerweile bei allen selbstverständlich geworden“, sagt Tüzün. Klar, dass auch die Mitarbeiter noch mehr als sonst auf die Handhygiene achten.

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Fredermann: Bürger sollen wieder in Restaurants gehen

Zum Schutz der Mitarbeiter und der Gäste sind vor dem offenen Küchenbereich zudem zusätzliche Glasscheiben angebracht worden. „Manche Kunden gehen mit den Maßnahmen locker um. Andere rufen hingegen an und fragen, wie voll es ist und ob sie kommen können.“ Doch die Gäste, die kommen, zeigen viel Verständnis. „Es gibt zum Beispiel keine Probleme, wenn sie den Zettel mit ihrer Adresse ausfüllen sollen“, sagt der Inhaber zu einer der Auflagen der Politik. Wichtig ist für Tüzün aber vor allem eines: „Wir müssen locker sein und alle das Beste daraus machen.“ Dies sieht auch Fredermann so: „Es ist wichtig, dass wir als Bürger wieder ins Restaurant gehen“, sagt der Politiker.

Yilmaz Tüzün hat vorgesorgt: Im Eingangsbereich steht Desinfektionsmittel für die Gäste bereit. Quelle: Lisa Otto

Für das Tandur zählt jedenfalls jeder einzelne Gast. „Wir haben Einbußen, da wir keinen vollen Umsatz machen können.“ Dies könnte sich jetzt allerdings schnell wieder ändern. Denn Fredermann hat gute Neuigkeiten für den Gastronomen dabei: Ab Montag, 25. Mai, dürfen Restaurants wieder eine Auslastung von 100 Prozent haben –unter Einhaltung der Abstandsregeln. „Das ist ja fantastisch“, sagt Tüzün. „Das sind supergute Nachrichten für uns.“

Restaurantchef ist dankbar für Hilfe des Bundes

Gerade die Zeit, als das Restaurant keine Gäste empfangen durfte, war nicht einfach. „Wir haben an manchen Tagen überlegt, ob wir erst mal zumachen. Aber wir haben durchgehalten“, sagt der Inhaber. Möglich war dies vor allem durch einen Zuschuss des Bundes. „Ich bin sehr dankbar, dass wir den Zuschuss bekommen haben. Genau das haben wir gebraucht.“ Leise Kritik in Richtung der Politik äußert er aber dennoch: „Es wäre schön gewesen, wenn wir mit einem Abstand von zwei Metern der Tische schon früher hätten öffnen dürfen.“

Wie viele andere Gastronomen hatte das Tandur aber auch einen Abholservice angeboten. „Einige sind zum Abholen gekommen. Das war schon gut“, sagt Tüzün. Jetzt blickt er positiv in die Zukunft, dass wieder mehr Gäste im Restaurant essen werden. Einen Wunsch hat er aber noch an die Altwarmbüchener: „Ich wünsche mir, dass alle so hilfsbereit und freundlich bleiben.“

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Von Lisa Otto

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