Isernhagen: Rat: Eltern zahlen ab 1. Juni für Kita-Notbetreuung
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Isernhagen Eltern müssen ab 1. Juni für die Kita-Notbetreuung zahlen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Eltern müssen ab 1. Juni für die Kita-Notbetreuung zahlen
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13:54 18.05.2020
Mit der neuen Satzung reagiert die Verwaltung darauf, dass immer mehr Kinder in die Kitas und Tagespflegestellen zurückkehren. Quelle: C. Hanselmann (Symbolbild)
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Isernhagen

Ab dem 1. Juni müssen Eltern von Kindern im Krippen- und Hortalter für die Notbetreuung während der Corona-Pandemie zahlen – diesen Beschluss fasste der Rat Isernhagen in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Die Betreuungsstunde für ein Krippenkind kostet demnach 1,60 Euro, für Hortkinder werden 2,20 Euro pro Stunde fällig. Für die Drei- bis Sechsjährige fallen keine keine Gebühren an. Das ist auch im Regelbetrieb aufgrund der Beitragsfreiheit für Kindergartenkinder nicht anders.

Eltern zahlen rückwirkend für den Monat

Im Gegensatz zum Regelbetrieb in Kita und Hort berechnet die Verwaltung kein Geld für das Mittagessen, weil die Kinder das wegen der Corona-Hygieneregeln in der Regel nicht von der jeweiligen Einrichtung erhalten. Sie müssen nach Aussage von Silvia Voltmer, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Sport, ihre Mahlzeiten seit Beginn der Pandemie mitbringen. Einzelne Einrichtungen kochen jedoch selbst. Weil die Betreuung für jedes Kind separat nach Besuch in Krippe und Hort erfasst wird, zahlen die Eltern die neuen Gebühren rückwirkend.

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Auf diese detaillierte Erfassung hatte die Gemeinde Isernhagen – wie andere Kommunen in der Region Hannover auch – bislang verzichtet, weil der Aufwand zum einen sehr hoch ist und, das ist der gewichtigere Grund gewesen, nur wenige Jungen und Mädchen in der Notbetreuung aufgenommen wurden. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht. Nun hat das Land den Kreis der Familien erweitert, die die Notbetreuung nutzen können – sofern alle andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Deshalb kehrten nach Aussage der Amtsleiterin nun immer mehr Kinder in die Einrichtungen und in die Tagespflegestellen zurück, sodass Isernhagen eine neue Satzung für die Notbetreuung benötige. Diese werde von den derzeit geltenden Regelungen nicht berücksichtigt. „Letztlich schaffen wir jetzt die Rechtsgrundlage“, sagt Voltmer.

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Von Antje Bismark