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Isernhagen Vatertag: Verbot von hartem Alkohol und lauter Musik am Hufeisensee
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Vatertag: Verbot von hartem Alkohol und lauter Musik am Hufeisensee
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17:34 28.05.2019
Polizei und Sicherheitsdienst werden am Donnerstag die Vatertagssause am Hufeisensee kontrollieren. Quelle: Archiv
Isernhagen H.B

Kein harter Alkohol und keine laute Musik am Vatertag: Die Gemeinde Isernhagen hat jetzt zum dritten Mal eine sogenannte Allgemeinverfügung für Christi Himmelfahrt – Donnerstag, 30. Mai – rund um den Hufeisensee in Isernhagen H.B. erlassen. Die strengen Regeln und Verbote sollen die anderen Besucher des Erholungs- und Freizeitgebietes Wietzepark vor pöbelnden Betrunkenen schützen.

Viele Straftaten: Vatertagspartys sind früher eskaliert

Immer wieder waren die wilden Vatertagspartys in den vergangenen Jahren eskaliert: Körperverletzungen, Vandalismus, gezündete Bengalos, ein im Wasser versenkter Wohnwagen, stark betrunkene Jugendliche, Beschimpfungen gegen den Ordnungsdienst und die Polizei sowie Massen an Müll und Glasscherben, die der Baubetriebshof in den Tagen nach dem Feiertag beseitigen musste. Mehr als 1000 Jugendliche und junge Erwachsene pilgerten mit Bollerwagen in den Hoch-Zeiten zum Hufeisensee in H.B.

Verbote gelten von Donnerstagfrüh bis Freitagmorgen

Mit der Allgemeinverfügung haben Gemeinde und Polizei inzwischen ein wirksames Mittel gefunden, um dem wilden Treiben Einhalt zu gebieten: Von Donnerstag, 30. Mai, 6 Uhr, bis Freitag, 31. Mai, 6 Uhr, gilt auch an diesem Vatertag ein striktes Verbot von Getränken, die mehr als 15 Prozent Alkohol beinhalten. Diese dürfen rund um den Hufeisensee weder getrunken noch mitgeführt werden. Das heißt: Bier und Wein sind in Ordnung, Schnaps geht nicht.

Harter Alkohol und laute Musik verboten – Polizei kontrolliert

Die Wietze, der Reuterdamm und die Uferwege samt Seitenstreifen im Norden und Osten rahmen das Gelände, auf dem das Verbot gilt, ein. Neben hochprozentigem Alkohol verbietet die Gemeinde auch das Abspielen lauter Musik mittels elektronischer Verstärker – das Verbot beginnt bereits bei Bluetooth-Lautsprechern, die Musik vom Handy abspielen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einem Zwangsgeld in Höhe von 50 Euro rechnen. Zahlt derjenige nicht, kann er sogar in Zwangshaft genommen werden. Ein von der Gemeinde beauftragter Sicherheitsdienst und Polizisten werden vor Ort sein, um die Einhaltung der Allgemeinverfügung zu kontrollieren. Auch der Rettungsdienst ist vertreten.

Bilanz 2017 und 2018 fiel positiv aus: Seeufer blieb leer

Die Bilanz der vergangenen beiden Jahre mit der Allgemeinverfügung fiel positiv aus: Während 2017 Polizei und Sicherheitsdienst noch Hunderte Besucher kontrollieren mussten, blieb der Hufeisensee 2018 fast komplett leer. Die feiernden Gruppen zogen erst gar nicht mit dem Bollerwagen nach H.B. Auch im näheren Umkreis konnte die Polizei keinen „Ersatz-Treffpunkt“ ausmachen. Kritische Stimmen, die meinen, die Gemeinde dürfe so ein Verbot nicht aussprechen, irren derweil: „Verwaltungsbehörden können die notwendigen Maßnahmen treffen, um eine Gefahr abzuwenden“, heißt es im Niedersächsischen Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (NSOG). Vor dem Hintergrund der Straftaten und Ordnungswidrigkeiten der vergangenen Jahre sieht die Gemeinde eine entsprechende Gefahrenprognose gegeben.

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Von Carina Bahl

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