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Isernhagen Langes Halteverbot soll für mehr Sicherheit sorgen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Langes Halteverbot soll für mehr Sicherheit sorgen
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14:09 05.01.2018
Die Gemeinde hat das Halteverbot am Helleweg deutlich ausgedehnt, um die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten und den Verkehrsfluss zu verbessern. Quelle: Frank Walter
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Altwarmbüchen

Eltern, Lehrer und Oberstufenschüler müssen sich am Helleweg in Altwarmbüchen pünktlich zum Ferienende an eine neue Halteverbotszone gewöhnen. Die Gemeinde hat in Absprache mit den Schulleitungen und der AWO-Kindertagesstätte neue Schilder aufgestellt und die bisherige Verbotszone vor der Kita deutlich ausgeweitet. Dies soll den Verkehrsfluss verbessern und die Sicherheit der Schüler erhöhen.

Was sich zu den Hol- und Bringzeiten vor vielen Grundschulen und Kitas im Gemeindegebiet beobachten lässt, ist am Helleweg nicht anders. Allerdings kommen dort zu den „Elterntaxis“ noch etliche Busse hinzu, die vor allem morgens und mittags das Gymnasium, die IGS und die Realschule ansteuern – und mittendrin noch viele Schüler, die zu Fuß oder per Fahrrad zwischen haltenden Autos die Straße überqueren müssen. 

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„Die bisherige Situation war unbefriedigend und teils gefährlich“, begründet die Gemeinde, dass sie das bislang nur vor der Kita geltende absolute Halteverbot nun bis zur Einmündung in die Isernhagener Straße verlängert hat. Marlies Kahle, seit mehr als zwei Jahrzehnten Leiterin der Awo-Kita am Helleweg, drückt es drastischer aus. Sie spricht von einem „Dauerthema seit 21 Jahren“, von „katastrophalen Verhältnissen“ zu den Stoßzeiten – „toi toi toi, dass da nichts passiert ist“. Auch Christina Bielefeld, Leiterin des Gymnasiums, kam bei einem gemeinsamen Ortstermin zu der Überzeugung: „So ließ sich das nicht aufrechterhalten.“

Tatsächlich behinderten bislang Eltern-Autos, die knapp außerhalb der bisherige Halteverbotszone parkten, immer wieder den Busverkehr. Die Busse von der einen Seite hätten den Bereich des Schulzentrums nicht verlassen können, „und dann kamen auch die Busse aus der Gegenrichtung nicht mehr voran“, so Bielefeld.

Laut der Gemeindeverwaltung werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren, ob die neue, längere Halteverbotszone auch tatsächlich eingehalten wird. „Verstöße werden entsprechend geahndet.“ Für die Kindertagesstätte stünden ausreichend Parkplätze für den Bring- und Holverkehr zur Verfügung. Auch die Stellplätze vor dem Gemeindearchiv (ehemals Bücherei) könnten dafür genutzt werden.

Kita-Leiterin Marlies Kahle hofft ohnehin, dass vielleicht endlich mehr Eltern ihre Kinder zu Fuß bringen, sofern dies irgendwie möglich sei. „Und eigentlich brauchen wir vor der Kita noch einen sicheren Überweg.“

Von Frank Walter

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