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Isernhagen Ortsbürgermeisterin sieht Grundschule gesichert
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Ortsbürgermeisterin sieht Grundschule gesichert
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16:59 05.02.2019
Ortsbürgermeisterin Maren Becker steht mit ihrem Stellvertreter Gerd Jaeger vor der kleinen Grundschule in Neuwarmbüchen. Sie ist zuversichtlich, dass der Schulstandort noch viele Jahre erhalten bleibt. Quelle: Frank Walter
Neuwarmbüchen

Ortsbürgermeisterin Maren Becker (CDU) sieht den kleinen Grundschulstandort Neuwarmbüchen als langfristig gesichert an. Die Ansicht, dass der komplette Ort zunehmend zum „Schlafdorf“ werde, wie mancher Kritiker behaupte, teilen sie und ihr Stellvertreter Gerd Jaeger (SPD) bei einem Dorfspaziergang nicht.

Becker: Schule wird nicht „Außenstelle“

Die Grundschulen Kirchhorst und Neuwarmbüchen sollen im Sommer 2019 organisatorisch fusionieren, wenn Neuwarmbüchens Schulleiterin Christa Winkelvoß in den Ruhestand geht. Kirchhorsts Grundschulleiter und ein noch zu findender Konrektor sollen dann die Leitung übernehmen. „Das wird eine Grundschule mit zwei Standorten und nicht Neuwarmbüchen als Außenstelle“, betont Maren Becker und stellt sich damit gegen die offizielle Sprachregelung der Landesschulbehörde, die von einer „Hauptstelle“ und einer „Außenstelle“ spricht. Widerstände von Seiten der Pädagogen erwartet sie nicht: „Unsere Lehrer hätten nichts dagegen zu pendeln.“

Erst im Sommer war auf dem Neuwarmbüchener Schulhof ein neues externes Klassenzimmer eröffnet worden. Dadurch sei der zuvor als Klassenzimmer genutzte Werkraum im Bestandsgebäude wieder frei, freut sich die Ortsbürgermeisterin. Die Schülerzahl sei von ehemals 69 auf aktuell rund 100 gestiegen, „2020 gibt es wohl wieder zwei erste Klassen“. Dass die Gemeinde zudem 250.000 Euro in die Sanierung des Altbaus stecken wird, begreift sie als weiteres Zeichen der Standortsicherung. „Es hat sich alles zum Positiven entwickelt. Ich bin zuversichtlich für die nächsten Jahre.“ Und das die Zusammenarbeit funktioniere, zeigt sich für Beckers Stellvertreter Gerd Jaeger nicht zuletzt bei der Kirche: „St. Nikolai ist doch auch für beide Orte zuständig.“

Viele Familien ziehen nach Lohne

Viele neue Familien und entsprechend auch Kinder für die Grundschule, das ist für Gerd Jaeger gerade für die Gartenstadt Lohne ein Fakt, der ihn sehr freut. Dort sei ein regelrechter Generationswechsel im Gange. Was ihm allerdings keine Freude bereitet ist, dass die Region offenbar nicht mehr wie früher Bauanträge genehmige, mit deren Hilfe Hauskäufer mehr Wohnraum schaffen wollten. „Der Ortsrat wird die Gemeindeverwaltung daran erinnern, dass das Baurecht für Lohne angepasst werden muss. Die Hauskäufer brauchen Planungssicherheit.“

Straßen sind marode

Sicherheit fordert der Ortsrat auch, was die Sanierung der Straßen Auf dem Kley, Herrenwiesen und Hägewiesen in Lohne angeht. „Die sind mächtig kaputt und brauchen sicherlich eine Grundsanierung“, meint Jaeger. Bislang habe man aber leider keinerlei Infos, wann dies passiere und wer dafür bezahlen müsse.

Bald schließt die Sparkasse

Der Generationswechsel im Bestand ist neben dem Füllen von Baulücken die einzige Art, wie Neuwarmbüchen in den nächsten Jahren noch wachsen wird. Der Ortsrat hatte bei der Beteiligung am neuen Regionalen Raumordnungsprogramm bewusst keine neuen Baugebiete gefordert. „So behalten wir die dörfliche Struktur“, begründet das Jaeger. Und entsprechend sei nun einmal auch die Infrastruktur im 2700-Einwohner-Ort. Dass nach dem Gasthaus Lange nun auch das Gasthaus Lahmann geschlossen hat, dafür haben Becker und Jaeger trotz allem Bedauern Verständnis. „Die Gasthäuser können nur überleben, wenn sie auch besucht werden“, sagt Becker. Dass die Sparkasse ihre Filiale am 3. Juni zum letzten Mal öffnen und dann samt SB-Bereich schließen wird, sei gerade für Ältere schade. Onlinebanking sei kein vollwertiger Ersatz: „Viele Senioren sind nicht so PC-affin“, meint Jaeger.

Von einem „Schlafdorf“, wie böse Zungen behaupteten, könne dennoch keine Rede sein. „Wir haben in Neuwarmbüchen noch immer ein reges Vereinsleben“, meint die Ortsbürgermeisterin. „Angeboten wird das, was nachgefragt wird“, fügt ihr Stellvertreter hinzu. „Und für uns geht es darum, das Bestehende zu bewahren.“

Die Themen des Jahres in Isernhagens Ortschaften

Mit Philipp Neessen durch Altwarmbüchen

Mit Günter Leydecker durch Isernhagen N.B.

Mit Herbert Löffler durch Kirchhorst

Mit Matthias Kenzler durch Isernhagen K.B.

Von Frank Walter

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