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Isernhagen K116 ist gesperrt, obwohl niemand arbeitet
Aus der Region Region Hannover Isernhagen K116 ist gesperrt, obwohl niemand arbeitet
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00:19 09.11.2018
Ein Linienbus schlängelt sich an der Absperrung vorbei – obwohl am Schild „Durchfahrt verboten“ der Hinweis fehlt, dass der Linienverkehr passieren darf. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Neuwarmbüchen/Thönse

Auch der mittlerweile dritte Starttermin für den Bau des 2,7 Kilometer langen Radwegs von Neuwarmbüchen nach Thönse ist ergebnislos verstrichen. Autofahrer müssen den Bereich dennoch umfahren, die K116 ist gesperrt – obwohl noch gar nicht gearbeitet wird.

Sowohl am Neuwarmbüchener Ortsausgang in Richtung Thönse als auch am Oldhorster Kreisel verboten am Dienstag Verkehrsschilder die Durchfahrt für Fahrzeuge aller Art. Flankiert wurden die Schilder von Baken, die allerdings nur einen Teil der Fahrbahn versperrten. Reihenweise waren am Dienstag Autofahrer zu beobachten, die die Baken trotz des Verbots passierten. Auch der Fahrer eines Linienbusses umkurvte am Nachmittag die Absperrung auf der Fahrt in Richtung Thönse. An Bauarbeitern kamen die Fahrer dabei nicht vorbei. Die mit dem Bau des Radweges beauftragte Firma ist noch gar nicht ans Werk gegangen.

Viele andere Autofahrer hingegen hielten sich an das Verbot der Durchfahrt. Sie folgten den Umleitungsschildern in Richtung F.B. und nahmen so einen Umweg in Kauf. Das ging auch Frederick Wolter so, als er bereits morgens um 5 Uhr mit dem Linienbus von Wettmar zur Arbeit nach Neuwarmbüchen unterwegs war. Sein Bus nahm die beschilderte Umleitungsstrecke über Isernhagen F.B. „Ich musste beim Autohaus Bartels aussteigen und hatte von da aus einen ganz schön weiten Weg“, erklärte Wolters.

Warum die Baufirma anders als angekündigt noch nicht mit den Arbeiten begonnen hat, das konnte Regionssprecherin Carmen Pförtner am Dienstag nicht beantworten – die Region ist Auftraggeberin für den Radwege-Bau, der mit rund 1 Million Euro zu Buche schlagen soll. „Wir wollen die Autofahrer nicht ärgern“, betonte sie aber. Ihren Informationen nach hätten die Arbeiten am Montag beginnen sollen, deshalb sei die Straße gesperrt worden. Pförtner räumt ein, dass jeder Tag der Sperrung für Autofahrer ärgerlich sei, solange die Arbeiten noch nicht gestartet seien. Das sei sehr bedauerlich. Sie hofft, dass es am Mittwoch endlich losgeht.

Bei der Neuwarmbüchener Gärtnerei Rothenfeld, die entlang der Kreisstraße 116 auf ihren Felder Gemüse anbaut, wird der Bau des Radweges trotz der Anlaufschwierigkeiten als sehr positiv bewertet. „Viele Mitarbeiter und auch Kunden kommen mit dem Fahrrad zu uns“, sagte Heike Sell, Stellvertreterin der Geschäftsleitung. „Die Einschränkungen nehmen wir in Kauf.“ Sell sieht auch keine Probleme bei der Bewirtschaftung der Flächen. Es gebe reichlich Wege, die die Gärtnerei nutzen könne. Zudem soll der Betrieb von Neuwarmbüchen aus die Flächen anfahren können – ausgestattet mit einem Funksender für eine noch zu errichtende Schranke. Diese sollen dann auch die Linienbusse ansteuern dürfen und so also weiter durch die Baustelle fahren.

Region: Es geht nicht ohne Sperrung

Warum muss die Region die Kreisstraße 116 überhaupt sperren, wenn doch „nur“ der parallel verlaufende Radweg gebaut wird? Ließe sich die Asphalttrasse nicht auch von den benachbarten Ackerflächen aus errichten, während der Verkehr weiter rollt? Das fragt sich mancher Einwohner, seitdem die Region die Vollsperrung der K116 angekündigt hatte.

Doch Fehlanzeige: Laut Regionssprecherin Carmen Pförtner sei das leider nicht möglich. Einerseits könnten die schweren Baumaschinen nicht von den Ackerflächen aus agieren – „sie würden einsinken und den Untergrund stark beschädigen“. Anderseits könne man das Baumaterial in Form von Schüttgut auch nicht auf unbefestigten Untergrund lagern. Geprüft worden sei, ob man den Radweg bei einer lediglich halbseitigen Sperrung der K116 bauen könne, so dass der Verkehr zumindest auf einer Fahrbahnseite hätte rollen können. „Doch dafür reicht der Platz leider nicht aus“, so Pförtner. Die entsprechende Arbeitsschutzrichtlinie schreibe für einseitigen Pkw-Verkehr eine Mindestbreite von 2,75 Metern vor. Diese habe man nicht erreichen können. „Und letztlich geht Sicherheit vor.“ Außerdem habe die Vollsperrung einen positiven Effekt auf die Bauzeit: „Es geht so schneller.“ wal

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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