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Isernhagen Schulzentrum: Kritik an Eltern-Taxis
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Schulzentrum: Kritik an Eltern-Taxis
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00:21 01.02.2019
Zum Schulzentrum in Altwarmbüchen fahren viele Busse – und viele Eltern in ihren Privatautos. Quelle: Archiv (Katerina Jarolim-Vormeier)
Altwarmbüchen

Die zunehmende Zahl der „Eltern-Taxis“ am Schulzentrum in Altwarmbüchen bereitet den Leitungen von Gymnasium und IGS Sorge. Sie fürchten um die Sicherheit der Kinder.

An den Grundschulen in Isernhagen sind die „Eltern-Taxis“ Dauerthema. Starker Bring- und Holverkehr zu den Zeiten, wenn auch Kinder zu Fuß, auf dem Roller oder Fahrrad dort unterwegs sind, treibt vielen Vätern, Müttern und Lehrern regelmäßig den Angstschweiß auf die Stirn.

Mancher nutzt sogar die Busspur

Vom Schulzentrum Isernhagen waren derartige Probleme bislang nicht bekannt, doch jetzt haben sich Schulleitung und Elternrat in einem gemeinsamen Brief an die Eltern gewandt. Durch die zunehmende Praxis vieler Eltern, ihre Kinder mit dem eigenen Autos zur Schule zu bringen und abzuholen, „entsteht dort eine Situation, die uns zunehmend Sorge bereitet“, heißt es in dem Schreiben. So blockierten anhaltende Autos die Zufahrtswege zu den Parkbuchten, teilweise werde verbotenerweise sogar die Busspur genutzt. Dies führe einerseits zu „unfreundlichen Reaktionen“, zugleich fürchte man aber auch um die Sicherheit der Schüler: „Wir möchten nicht warten, bis doch einmal ein Unfall passiert.“ Die Schulleitung und der Elternrat bitten die Eltern deshalb, die Kinder „wirklich nur in Ausnahmefällen mit dem eigenen Pkw zur Schule zu bringen“.

„Wir wollen das ins Bewusstsein der Eltern bekommen“, begründet die stellvertretende Gymnasialleiterin Marlies Schilling den Elternbrief. Auch weil durch die Bauarbeiten für das Schulcampus-Gebäude und die neue Sporthalle seit Sommer einige Stellplätze weggefallen seien, sei der Parkplatz nun regelmäßig voll. Die nasskalte Witterung, bei der mehr Eltern als sonst ihre Kinder mit dem Auto bringen, tue ihr übriges zur Verschärfung der Situation. „Immer mal wieder“ müssten Kollegen, die an den Bushaltestellen die Aufsicht führen, Eltern ansprechen, die trotz des Verbots auf der nur für Linienbusse freigegebenen Spur hielten.

Auto blockierte sieben Busse

Ein falsch abgestelltes Auto hatte am 10. Januar mittags den Busverkehr am Schulzentrum Isernhagen sogar zeitweise komplett lahmgelegt. 40 Minuten hatte es laut Regiobus-Sprecher Tolga Otkun gedauert, bis der schlecht geparkte Wagen umgesetzt war. Bis dahin hätten sieben Busse ihre Fahrt nicht fortsetzen können, Hunderte Schüler waren deutlich später als sonst zu Hause angekommen. Probleme mit Behinderungen durch Autos gibt es laut Otkun allerdings auch anderen Schulen in der Region. „Das ist unser täglich Brot. Wir würden uns wünschen, wenn mehr Rücksicht genommen würde.“

Auch IGS-Leiter Jens Könecke weiß um die Probleme auf dem Parkplatz, auf dem Eltern-Taxis Tag für Tag die Wege der Schüler kreuzten. Generell sei die Zahl der Stellplätze jetzt schon zu gering, Lehrer fänden am Vormittag oft keinen Parkplatz mehr. Könecke geht davon aus, dass sich die Situation mit der Wiedereinführung des 13. Jahrgangs am Gymnasium weiter verschärfen wird: „Dann haben auch viele Oberstufenschüler einen Führerschein.“

Könecke: Nicht in den Helleweg fahren

Sein Appell lautet wie der des Gymnasiums: „Eltern sollten ihre Kinder zu Fuß oder per Bus zur Schule schicken. Das fördert auch das soziale Lernen auf dem Schulweg.“ Eine andere Möglichkeit sei es, die Kinder schon in einiger Entfernung zum Schulzentrum abzusetzen. „Dann müssten die Eltern nicht in den Helleweg fahren.“

Von Frank Walter

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