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Isernhagen Straße wird für Feiernde dicht gemacht
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Straße wird für Feiernde dicht gemacht
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00:15 08.05.2016
Bengalos sind illegal, aber das sehen viele anders. Die Polizei schreitet am Wietzesee ein. Quelle: Martin Lauber
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Isernhagen/Wedemark/Burgwedel

Publikumsmagnet des Tages waren Wietze- und Hufeisensee. Hunderte genossen dort den Donnerstagnachmittag – zum Teil beschallt aus Lautsprechern von Dutzenden von Bollerwagen, die gefüllt mit Proviant zum Teil von weither nach Isernhagen gezogen worden waren. Familien mit Kindern neben Cliquen, die zielstrebig ihre Alkoholvorräte dezimierten – dass dabei nur wenige Spannungen entstanden, hatte mit der spürbaren Präsenz von zahlreichen Polizisten und den Leuten von zwei privaten Sicherheitsdiensten zu tun, die für Gemeinde und Seehaus patroullierten.

Die Polizei kontrollierten Ausweise bei Jugendlichen und sorgten dafür, Minderjährige mussten Spirituosen abgeben. Dass unerlaubterweise ein Bengalo gezündet wurde und ein Jugendlicher nach Pfefferspray-Einstz behandelt werden musste, ändert an der Einschätzung von Jan Strüber, der den Polizeieinsatz leitete, grundsätzlich nichts: "Friedliche Stimmung, alles gut!"

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Auf der Meitzer Straße zwischen Meitze und Hellendorf taten sich am Nachmittag mehr als 200 Jugendliche und junge Erwachsene zum Feiern zusammen. Um sich auf dieses mittlerweile traditionelle Treffen einzustellen,hatte die schon vorab Gemeinde Wedemark beschlossen, die Straße für Autos zu sperren - im Ergebnis von 15 Uhr bis in die frühen Abendstunden. Außer Beschwerden wegen Mülls oder Urinierens in die Büsche habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben, hieß es im Polizeikommissariat Mellendorf.

Warum sich die überwiegend jugendlichen Feiernden ausgerechnet an der Meitzer Straße treffen? "Dort kreuzen sich bestimmte Fahrradrouten", weiß man bei der Polizei. Irgendwann einmal habe sich ein Radfahrer dort niedergelassen und weitere hätten sich dazu gesellt. Jörn, Lorenz und Tilman, die ihre Vatertagstour dort enden lassen, bestätigen: "Das ist Gesetz in der Wedemark." Das Publikum werde immer jünger.

Von Martin Lauber und Nils Oehlschläger

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