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Laatzen 110.000 Euro für eine Bushaltestelle
Aus der Region Region Hannover Laatzen 110.000 Euro für eine Bushaltestelle
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00:17 13.11.2017
Der Ortsrat favorisiert den Abschnitt direkt hinter der Fußgängerampel für die neue Bushaltestelle. Dafür müsste allerdings der erste Baum in der Reihe gefällt werden. Quelle: Dorndorf
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Ingeln-Oesselse

 Früher schien alles so einfach: Für eine neue Bushaltestelle einzurichten, stellte man ein Schild auf, gegebenenfalls gab es noch ein Wartehäuschen oder eine Haltebucht – fertig. In Ingeln-Oesselse ist das anders. Dort droht die Diskussion um die geplante neue Bushaltestelle vor dem Edeka-Markt zur unendlichen Geschichte zu werden.

Nachdem die Ortsratsmitglieder im August den von der Verwaltung vorgeschlagene Standort vor dem Wohnhaus Gleidinger Straße 37 abgelehnt hatte, haben die Planer nun eine zweite, von der CDU vorgeschlagene Variante durchgerechnet. Die Bushaltestelle könne demnach einige Meter weiter östlich auf Höhe der TSV-Sportplätze eingerichtet werden. Das Ergebnis ist ernüchternd: Statt der bislang kalkulierten 43.000 Euro würde das Ganze dort satte 110.000 Euro kosten – dafür kriegt man mancherorts eine Eigentumswohnung. Auf der Nordseite wäre die Haltestelle nicht einmal an einen Bürgersteig angebunden, so dass eine zusätzliche Ampel aufgestellt werden müsste – daher die hohe Summe. Nicht eingerechnet wäre zudem die faktische Legalisierung des Trampelspfad, der vom Sportgelände aus auf den Halt zuführt, so dass die Stadt künftig wohl für die Verkehrssicherung aufkommen müsste.

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Zu teuer: Auf Höhe des Sportplatzes müsste sogar eine Ampel installiert werden. Geschätzte Gesamtkosten: 110.000 Euro. Quelle: Dorndorf

Im Ortsrat fiel die Idee denn auch mehr oder weniger durch. Stattdessen brachten mehrere Ortsratspolitiker eine dritte, schon früher diskutierte Variante ins Spiel: Ein Haltepunkt gegenüber der westlichen Edeka-Ausfahrt, kurz vor der dorigen Fußgängerampel. Bislang hatte die Verwaltung dies abgelehnt, weil dafür bei der Region eine Baumfällung beantragt werden müsste. einschließlich der Vorrohrung des Grabens und Tiefbauarbeiten kämen so 10.000 Euro an Zusatzkosten zusammen.

Zuletzt hieß es dazu auch, dass „nach Prüfung eine Befreiung gemäß Baumschutzsatzung nicht in Frage“ komme. Am Donnerstag relativierte dies Bau-Fachbereichsleiter Jürgen Pagels: Er verwies lediglich darauf, dass dies bei der Region beantragt werden müsse.

Am Ende vertagte der Ortsrat die Entscheidung – in der Hoffnung, dass die Verwaltung die strittige Baumfrage noch einmal prüft.

Die Stadtverwaltung schlägt einen Haltepunkt vor dem Haus Gleidinger Straße 37 vor. Der Ortrat lehnt dies mit Rücksicht auf die Bewohner ab. Quelle: Dorndorf

Von Johannes Dorndorf

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