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Laatzen Chinesische Familie Meng darf bleiben
Aus der Region Region Hannover Laatzen Chinesische Familie Meng darf bleiben
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10:40 21.11.2018
Von Johannes Dorndorf
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Laatzen

Der Fall ist vor zwei Jahren durch die Schlagzeilen gegangen: Die chinesischen Eheleute Fanje Meng und Yinhan Liu aus Rethen sollten aus Deutschland ausgewiesen werden. Ein Aufenthaltsrecht wurde lediglich der 18-jährigen Tochter XiaoWei zugestanden.

Daraufhin hatten sich etliche Laatzener für die Familie eingesetzt - allen voran die Schüler des Erich Kästner Gymnasiums, das XiaoWei Meng damals besuchte. Im April 2012 verabschiedete der Rat der Stadt eine Petition an die Region mit der Bitte, „eine Rückführung der Familie Meng nach China nicht zu veranlassen, sondern sich für einen dauerhaften Aufenthalt einzusetzen.“

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Eingeschaltet hatte sich in die Diskussion auch der ehemalige Landtagspräsident Jürgen Gansäuer aus Grasdorf, der gegenüber der Härtefalldiskussion als Petent auftrat. Berichterstatter der Härtefallkommission war kein geringerer als Hannovers früherer Bürgermeister Herbert Schmalstieg.

Der Einsatz zeigte Wirkung, wie die Fürsprache der Kommission verdeutlicht. Der Erfolg ist allerdings auch auf die Bemühungen der Familie selbst zurückzuführen. Inzwischen leben die beiden Eheleute in einer Laatzener Privatwohnung und sind erwerbstätig. Auch um das Erlernen der Sprache habe man sich bemüht, heißt es bei der Stadt. XiaoWei Meng hat inzwischen das Gymnasium erfolgreich verlassen.

Laatzens Bürgermeister Thomas Prinz zeigte sich am Freitag erleichtert über die Nachricht aus Hannover. „Ich fand es unerträglich, dass das Zerreißen einer Familie als humane Entscheidung gelten sollte“, sagte Prinz in Anspielung darauf, dass nur der Tochter damals ein Aufenthaltsrecht zugestanden wurde. Das Ehepaar Meng habe intensiv mitgewirkt, in dem es selbst alles dafür getan habe, sich zu integrieren.