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Laatzen Erntezeit am Park der Sinne
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Erntezeit am Park der Sinne

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12:54 10.07.2020
Von Daniel Junker
Sven Lorenz vom Projektträger Transition Town erntet die ersten Salatköpfe. Quelle: Daniel Junker
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Laatzen

13 Teilnehmer sind derzeit regelmäßig bei dem solidarischen Landwirtschaftsprojekt dabei, das die Projektträger Transition Town und Leine-VHS im Rahmen des Programms „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ initiiert haben. Sie treffen sich zweimal in der Woche. „Die Teilnahme ist aber unverbindlich, man muss nicht zu jedem Treffen kommen“, sagt Sven Lorenz von Transition Town.

Ein zweites, etwas kleineres Hochbeet wird derzeit noch angelegt. „Vor Kurzem waren Maschinisten von Transition Town mit Baggern hier“, sagt Landschaftsarchitekt Torsten Schlicht. Sie hätten den Boden aufgelockert und aufbereitet, in Kürze werde frischer Oberboden auf die Fläche gebracht, auf der die Gärtner Gemüse und anderes pflanzen können. „Spätestens im Herbst soll das Beet fertig sein.“ Auf dem Gelände sei sogar noch Platz für ein drittes Beet. Es werde aber erst angelegt, wenn mehr Teilnehmer dabei sind. „Drei Beete könnten wir mit 13 Leuten nicht bewirtschaften“, so Lorenz. „Der Garten wächst mit der Gruppe.“

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Auch an anderer Stelle wird gearbeitet: Auf der südöstlichen Seite legen die Mitarbeiter derzeit einen rund 120 Quadratmeter großen Teich an, „die Folie ist gerade erst reingekommen“, sagt Lorenz. Sie soll mit Kies abgedeckt und anschließend bepflanzt werden. „Steine und Totholz sorgen später für ein natürliches Aussehen“, sagt Lorenz. Eventuell werde der Teich sogar mit essbaren Pflanzen bestückt.

Später wollen die Hobbygärtner noch einen Bachlauf anlegen, der das Regenwasser auffängt und in den Teich leitet. „Das Gelände ist abschüssig und der Boden stark verdichtet“, berichtet Lorenz. Teich und Bachlauf sollen Überflutungen des Geländes verhindern und als Wasserquelle für die Beete dienen - und auch als Ort der Ruhe: Um Ufer bauen die Mitarbeiter derzeit einen Steg aus alten Paletten. „Der Garten soll ein Treffpunkt sein, wo man seine Freizeit verbringt“, sagt Lorenz. „Es geht auch um die Gemeinschaft, nicht nur ums Gärtnern.“

Donnerstags von 17 bis 19 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr gärtnert die Gruppe gemeinschaftlich, „jeder kann aber auch unabhängig hierher kommen.“ Eine Parzellierung der Beete für die Teilnehmer gibt es nicht, auch Hecken und Zäune zwischen den Beeten sind Fehlanzeige: „Wir bauen gemeinsam an und ernten gemeinsam, ,meins’ oder ,deins’ gibt es nicht“, sagt Lorenz. Die Erträge teilen die Gärtner zu gleichen Teilen untereinander auf.