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Laatzen Ordensschwester berichtet Kindern von Peru
Aus der Region Region Hannover Laatzen Ordensschwester berichtet Kindern von Peru
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17:03 21.11.2018
Die Vinzentinerschwester Silvia Vilchez (links) aus Peru erzählt den Grundschülern in Grasdorf von der Arbeit an einer Förderschule und beantwortet Fragen. Martin Schwark (dahinter) fungiert als Dolmetscher für spanisch und deutsch. Quelle: Torsten Lippelt
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Grasdorf

 Was Grundschüler in Grasdorf erlaufen haben, kommt nun teilweise mehrfach behinderten Kindern in Peru zugute. Eine aus Südamerika angereiste Schwester hat die 1850 Euro Geldspende stellvertretend für den Hildesheimer Verein „Förderer der Missionswerke der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul“ nun offiziell entgegengenommen.

Bei dem Sponsorenlauf im September kamen rund 2500 Euro zusammen. Ein Großteil des Geldes werde gespendet, die Differenz in Höhe von 612,70 Euro wiederum in Grasdorf eingesetzt, erläuterte Schulleiterin Claudia Weber – „für das Zirkusprojekt im Mai 2019“.

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Um den Kindern zu verdeutlichen, was mit ihrem erlaufenen Geld geschieht, wurden am Dienstag Filme in der Grundschule gezeigt und Fragen beantwortet. Unterstützt wurde die erstmals Deutschland besuchende Vinzentinerin Silvia Vilchez von Martin Schwark, dem Peru-Referenten und Hildesheimer Vertreter der Barmherzigen Schwestern. Jeweils zwei Klassen eines Jahrgangs zeigte er im Stundentakt einen Kurzfilm aus der Kinderprogramm-Fernsehreihe „Willi will‘s wissen“ über behinderte peruanische Schulkinder. Außerdem übersetzte er Fragen und Antworten zu Peru, Lima und dem dortigen Schulalltag.

Vilchez erläuterte, dass sich die Vinzentinerinnen seit zwei Jahren in einem Stadtteil der peruanischen Hauptstadt Lima um etwa 50 behinderte Kinder kümmern. Deren Förderschule ist in eine größere Schule integrierten und steht in San Juan de Lurigancho, dem bevölkerungsreichsten Bezirk des Landes mit mehr als einer Millionen Einwohner.

Dank der Spende könnten die Kindern nun besser mit Essen, Trinken und Hilfsmitteln für den Alltag versorgt werden, betonte die Schwester. Neben den Kindern hörten dies auch Anja Wierich vom Fördervereinsvorstand und die stellvertretende Schulelternratsvorsitzende Kerstin Matern mit Freude.

Von Torsten Lippelt