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Laatzen Zehn von 253 Fahrern haben Drogen genommen
Aus der Region Region Hannover Laatzen Zehn von 253 Fahrern haben Drogen genommen
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13:06 16.04.2019
Symbolbild Quelle: dpa
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Rethen

253 Fahrzeuge hat die Polizei am Montag bei einer Großkontrolle auf der Bundesstraße 443 angehalten. Das Ergebnis ist im wörtlichen Sinne ernüchternd: In zehn Fällen standen die Fahrer unter Drogeneinfluss, mehrere hatten keinen Führerschein, bei einem stand sogar ein offener Haftbefehl aus.

Postiert hatten sich die Beamten der Polizeiinspektion Süd zwischen 12.30 und 19 Uhr an der B443 auf Höhe der ADAC-Abfahrt an der Hermann-Fulle-Straße. Allein zehn Männer im Alter von 22 bis 42 Jahren seien mit ihren Fahrzeugen unterwegs gewesen, obwohl sie unter Drogeneinfluss standen, teilt die Polizei mit. „Dabei schlugen Urintests vor Ort positiv auf Amphetamine, THC sowie Kokain an“, sagte ein Polizeisprecher. Der THC-Befund weist auf den Gebrauch von Cannabis hin.

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Besonders dreist verhielten sich zwei 25-Jährige, die mit einem Fiat Punto unterwegs waren. Fahrer und Beifahrer wechselten nach Polizeiangaben vor der Kontrollstelle das Steuer, was zwei aufmerksamen Motorradfahrern aufgefallen sei, die die Beamten verständigten. Bei der Kontrolle stellte sich dann nicht nur heraus, dass der Beifahrer Drogen genommen hatte, sondern beide auch keinen Führerschein hatten. Der Beifahrer habe zudem versucht, den Urintest mit Wasser zu manipulieren. Insgesamt leiteten die Beamten vier Strafverfahren wegen Fahrens ohne Führerschein ein.

Zusätzlich fanden die Fahnder in einem Porsche Panamera eines 37-Jährigen, der unter Kokaineinfluss stand, ein verbotenes Einhandmesser. Ein 32 Jahre alter Mann konnte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem er einen offenen Haftbefehl in Höhe von 2400 Euro bezahlt hatte. Darüber hinaus ahndeten die Polizisten elf Verkehrsverstöße.

Um den Verkehrsfluss auf der B443 nicht übermäßig zu strapazieren, wurde die Kontrolle zwischen 15 und 16 Uhr kurzzeitig unterbrochen. Beim anschließenden Feierabendverkehr sei es zu keinen nennenswerten Behinderungen gekommen, teilt die Polizei mit.

Von Johannes Dorndorf

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