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Laatzen 80 junge Musiker stellen sich den Juroren
Aus der Region Region Hannover Laatzen 80 junge Musiker stellen sich den Juroren
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13:31 27.01.2019
Emelie Steinmetz aus Isernhagen spielt am Violoncello unter anderem Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Davis Popper. Begleitet wird die 17-Jährige von Yoshimi Shigesada-Kruse am Flügel. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

 Kurz bevor die Vorführung beginnt, steigt die Anspannung. „Ich bin total aufgeregt, mit ist schon ganz schlecht“, sagt Diana Jalili, die sich in wenigen Minuten beim Regionalwettbewerb von Jugend musiziert in der Alterskategorie der Jahrgänge 2003 und 2004 der Jury stellen will. Die junge Violonistin aus Isernhagen hat unter anderem Kompositionen von Giuseppe Tartini und Max Bruch einstudiert, etwa neun Monate lang bereitete sie sich vor. Begleitet wird sie von ihrer Schwester Kimija Jalili am Klavier.

Diana Jalili gehört zu den 80 Teilnehmern aus der Region Hannover, die am Sonnabend beim Regionalentscheid von Jugend musiziert in Laatzen-Mitte vor die Juroren getreten sind. Außen vor blieben lediglich Springe und größtenteils auch Hannover: „Hannover hat einen eigenen Wettbewerb, und die Musiker aus Springe beteiligen sich aufgrund der räumlichen Nähe am Wettbewerb in Hameln“, sagt Laatzens Musikschulleiter Ulrich Bernert, der dem Regionalausschuss des Wettbewerbs vorsitzt. Dafür waren in diesem Jahr erstmals junge Talente aus dem Kreis Celle dabei, wo sich sieben Musiker angemeldet hatten. Eventuell soll der Wettbewerb in den nächsten Jahren ganz nach Laatzen abgegeben werden, „die Überlegungen sind aber noch nicht abgeschlossen“.

Vom Landkreis Celle werde der Wettbewerb laut Bernert recht großzügig finanziell gefördert – samt eigenem Abschlusskonzert der dortigen Teilnehmer. „Von der Region Hannover bekommen wir hingegen gar kein Geld mehr“, kritisiert Bernert. „Von der Teilnehmerzahl her sind wir nach Hannover und Lüneburg einer der größten Wettbewerbe in Niedersachen, finanziell einer der ärmsten.“ Deshalb unterstützen die Städte den Wettbewerb mit einem Beitrag vom 30 Euro pro Teilnehmer. Mit dem Geld werde unter anderem das Essen, das Stimmen der Klaviere und die Hausreinigung bezahlt. Zudem bekämen die Juroren eine Aufwandsentschädigung.

In Laatzen war der Wettbewerb in der Grundschule Pestalozzistraße und dem benachbarten Erich-Kästner-Schulzentrums zu Gast. „Wir bräuchten aber eigentlich doppelt so viele Räume, um das Einspielen optimal anbieten zu können“, sagt Bernert. „Wir können den Teilnehmern lediglich zehn Minuten für das Einspielen an ihren Instrumenten anbieten. 30 Minuten wären schon wünschenswert.“ Dass die Zeit knapp bemessen ist, zeigte sich vereinzelt auch vor Ort: Mehrfach kamen noch während laufender Vorbereitungen die nächsten Musiker in den Raum, so dass es hier und da zu kleineren Diskussionen kam.

Laatzen stellte mit acht Musikern die meisten Teilnehmer aus dem hannoverschen Umland. Aus der Wedemark kamen sieben, aus Gehrden fünf Musiker, Wunstorf und Ronnenberg entsandten vier Talente. Der jüngste Teilnehme war in diesem Jahr sieben Jahre alt, der älteste 23.

Am Sonntag, 10. Februar, folgen die Abschlusskonzerte, bei denen die Preisträger ihre Stücke noch einmal vortragen. Das erste Konzert beginnt um 11 Uhr im EKS, Marktstraße 33. Nachmittags ab 16 Uhr folgt ein zweites Konzert mit Urkundenübergabe im Schloss Landestrost in Neustadt.

Acht Preisträger kommen aus Laatzen

Gleich acht Preisträger beim diesjährigen Regionalentscheid von Jugend musiziert stammen aus Laatzen. Erste Preise erhielten Amalia Steinort (Violine, 24 Punkte), Marisa Steinort (Violine, 23 Punkte), Elisa Köhler (Violine, 25 Punkte), Harmund Paetzmann (Violine, 22 Punkte), Simon Köhler (Cello, 25 Punkte) und Julius Obst (Cello, 25 Punkte). In den Ensemblewertungen erste Preise erhielten Julia Henriette Weinberg (Klavier-Duo, Querflöte, 25 Punkte) und Charlotte Weinberg (Alte Musik, Cello, 24 Punkte). Für den Landeswettbewerb qualifiziert haben sich Marisa Steinort, Elisa und Simon Köhler, Julius Obst, Julia Henriette und Charlotte Weinberg. Keine Teilnehmer gab es in diesem Jahr aus Hemmingen und Pattensen. jd

Von Daniel Junker

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