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Laatzen KSG plant Wohngebäude für WoGe am Kreuzweg
Aus der Region Region Hannover Laatzen KSG plant Wohngebäude für WoGe am Kreuzweg
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00:16 22.05.2017
Auf dem Gelände des früheren Bolzplatzes am Kreuzweg in Alt-Laatzen will die KSG in Kooperation mit dem Laatzener  Wohnprojektverein WoGe von Annelies Praeger (Zweite von rechts) ab 2018 ein Gebäude mit 15 Wohneinheiten für gemeinschaftliches Wohnen errichten. Mögliche Fertigstellung ist zum Winter 2019/20. Quelle: Köhler
Alt-Laatzen

Der Verein sei sehr froh über das Angebot der KSG, ein Haus für WoGe zu bauen, sagte die Laatzener Vereinsvorsitzende Annelies Praeger, die bereits seit mehreren Jahren Kontakt zu dem Wohnungsbauunternehmen pflegt. Der ursprüngliche Plan für den Flebbehof hatte sich für beide Seiten nicht erfüllt.

Nachdem die ursprünglich am Kreuzweg geplante Flüchtlingsunterkunft nun doch nicht mehr benötigt wurde und die KSG auch den Bauantrag für ihr noch im Juli geplanten Mehrfamilienhaus mit zwölf bezahlbaren Wohnungen beiseite gelegt hat, ist der Weg frei für das erste derartige Wohnprojekt in Laatzen.

"Der Kontakt zu Frau Praeger und ihrem kleinen Verein ist nie abgerissen", erklärte KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range: "Wir wollen jetzt mit dem Verein ein gemeinschaftliches Wohnprojekt realisieren. Das läuft sehr gut."

Die KSG haben umgesteuert und die komplette Planung noch einmal verändert, sagt der Bereichsleiter der KSG-Projektentwicklung Sascha Vogel. Vorgesehen ist weiterhin ein dreigeschossiges, nicht unterkellertes Gebäude, doch soll dieses nun L-förmige zum Pausenhof der benachbarten Grunschule angeordnet werden: mit einem größeren Terassenbereich auf der Ostseite in Richtung des öffentlichen Spielplatzes.

15 Wohnungen – allesamt mit Balkons – sind geplant, wobei es eine zentral gelegene Gemeinschaftswohnung geben soll. Jeweils sechs Wohnungen sind knapp 50 und knapp 60 Quadratmeter groß, berichtet Vogel. Weiterhin sei es Ziel, Wohnungen für einen möglichst günstigen Mietpreis zu bauen. Teile der Wohnungen sind – wie in Laatzen für Neubauten nunmehr per Quote festgelegt – öffentlich gefördert. Drei Einheiten sind etwa 72 Quadratmeter groß.

Der Verein Woge besteht zurzeit aus einem festen Kern von rund zehn Mitgliedern, die sich regelmäßig treffen und im Sinne des gemeinsamen Projekts auch privat Zeit miteinander verbringen: bei Ausflügen und Unternehmungen. Neue Interessenten seien immer willkommen, betonen Praeger und ihre Gruppe, die vornehmlich aus Laatzenern besteht. Gesucht würden vor allem jüngere Menschen, Paare oder auch Familien, die Gefallen an der Idee der generationsübergreifenden Gemeinschaft finden.

Ein Vertrag ist zwar noch nicht unterzeichnet. Gleichwohl beteuern sowohl die KSG als auch die WoGe die Ernsthaftigkeit ihrer Kooperation. "Es ist eine Win-Win-Situation für beide", sagt der KSG-Projektentwickler Vogel, der wie die Vereinsvorsitzende Praeger von sehr guten gemeinsamen Gesprächen berichtet. "Wünsche sind das eine, Wirtschaftlichkeit das andere", so Vogel. Beide Seiten kämen immer auf einen guten gemeinsamen Nenner.

Für Juni ist nun die Unterzeichnung einer Absichtserklärung geplant. "Wir rechnen damit, noch in diesem Jahr den Bauantrag stellen zu können", sagt Range. Mitte 2018 könnte mit dem Bau begonnen werden. Bezugsfertig wären die Wohnungen dann – je nach Witterung während der Bauphase – voraussichtlich zum Jahresende 2019.

Die Wohnungen sollen vornehmlich dem Verein WoGe zur Verfügung stehen, der als eine Art Mietvermittler auftritt. Beide Seiten rechnen damit, dass es die Nachfrage steigt, sobald es konkret wird. Sollten sich wider Erwarten nicht ausreichend Interessenten über den Verein finden, werde die KSG einspringen und die Wohnungen an Menschen vermieten, die offen für das gemeinschaftliche Wohnen dort sind, betonte Range: "Wir bekommen das hin."

Von Astrid Köhler

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