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Laatzen Diebe stehlen in Laatzen 24 Autos – die meisten im Herbst
Aus der Region Region Hannover Laatzen Diebe stehlen in Laatzen 24 Autos – die meisten im Herbst
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12:29 26.07.2019
Symbolbild: Ein Mann versucht mit einer Metallstange ein Auto aufzubrechen (gestellte Szene). Quelle: Axel Heimken/dpa (Archiv)
Laatzen

Hochwertige Autoteile wie Navigationssysteme und Lenkräder sind bei Kriminellen sehr gefragt. Das belegen die Polizeiberichte der jüngsten Wochen. Doch mitunter belassen es die Diebe nicht beim Griff nach einzelnen Teilen, sondern es werden auch komplette Autos mitgenommen. Immerhin 24 Fahrzeuge wurden 2018 allein in Laatzen als gestohlen gemeldet – die meisten davon im Oktober und November. Für die erste Jahreshälfte 2019 bestätigte die Polizei auf Nachfrage „eine ähnliche Tendenz“.

Fünf Fälle sind 2018 öffentlich bekannt geworden, bei denen Autos in Laatzen gestohlen wurden: In der Nacht zum 13. November ließen Diebe zwei BMW und einen schwarzen VW Touran aus Laatzen-Mitte und Rethen mitgehen. Einige Nächte später verschwanden an der Stückenfeldstraße ein Audi A8 sowie ein am Ginsterweg geparkter Audi A3. Doch diese fünf Autos waren 2018 nicht die einzigen „Totalentwendungen“, wie es im Polizeijargon heißt. Darüber hinaus wurden von der Neujahrsnacht bis zum Silvesterabend in Laatzen noch 16 weitere Autos als gestohlen gemeldet: vier weitere VW und Mazda, drei Mercedes, noch ein Audi sowie jeweils ein Ford, Daimler, Opel, Toyota, Fiat, Honda und Kia.

16 der insgesamt 24 Anzeigen bezogen sich laut Polizei auf in Laatzen gestohlene Fahrzeuge, weitere fünf auf Rethen. Aus Alt-Laatzen verschwanden zwei Autos und in Grasdorf wurde 2018 ein Fahrzeug als gestohlen gemeldet.

Die meisten Autos werden im Oktober und November gestohlen

Bemerkenswert ist die Häufung beim Zeitraum: „14 der festgestellten vollendeten Diebstähle erfolgten in den Monaten Oktober und November“, teilte Polizeisprecherin Isabel Christian auf Anfrage mit. Bei den übrigen Fällen habe es keine signifikante Konzentration gegeben. Zu den genauen Standorten, Zeiträumen und dem Wert der jeweiligen Fahrzeuge machte die Behörde keine näheren Angaben. Auch nicht dazu, ob einzelne Wagen zwischenzeitlich wieder aufgetaucht sind. Die genannten Fällen basierten auf sogenannten Eingangszahlen, so die Behördensprecherin. Theoretisch sei es möglich, dass ein Wagen nur ausgeliehen wurde – und später wieder aufgetaucht sei.

Genauere Auskunft über gestohlene Fahrzeuge gibt erst die im Frühjahr veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik. Diese enthält die an die Staatsanwaltschaft abgegebenen Fälle. Diese Statistik allerdings könne wiederum auch Fälle von KFZ-Diebstahl mit Tatzeiten aus den Vorjahren enthalten. „Es kann also zu unterschiedlichen Aussagen bezüglich der Fallzahlen kommen“, betonte Christian. Zur Begründung, warum nicht alle Kfz-Diebstähle öffentlich gemacht würden, sagte die Sprecherin: Die Polizei habe von sich aus keine Berichtspflicht und veröffentliche in der Regel nur Fälle, mit denen ein Zeugenaufruf verknüpft sei.

Nähere Informationen dazu, inwieweit die entwendeten Fahrzeuge über die jüngst aufgrund von Sicherheitslücken in den Fokus geratene Keyless-Go Technik verfügen, konnte die Behörde nicht machen. Diese werde im System nicht separat erfasst.

Diebe stehlen bundesweit immer teurere Autos

Einer Statistik des Gesamtverbandes der Versicherten nach hatten es Diebe zuletzt auf immer teurere Autos abgesehen. Während die reinen Fallzahlen 2017 mit bundesweit 17.493 entwendeten Autos nur leicht über denen von 2007 liegen (16.502) hat sich der Schadensaufwand im gleichen Zeitraum fast verdoppelt: von 178,3 Millionen auf zuletzt 323,7 Millionen.

Zumindest in Laatzen haben es die Autodiebe offenbar nicht immer auf die neuesten Wagen abgesehen. Zumindest bei den fünf bekannt gewordenen Fällen im November handelte es sich um Fahrzeuge, die allesamt mindestens sieben alt waren. Immerhin: Auch der Restwert der mit 14 Jahren beiden ältesten Wagen, die beiden Audis, wurde noch auf 3000 bis 5500 Euro geschätzt.

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Von Astrid Köhler

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