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Laatzen Auf Hildesheimer sollen zwei Spuren wegfallen
Aus der Region Region Hannover Laatzen Auf Hildesheimer sollen zwei Spuren wegfallen
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00:18 28.01.2019
Die vier Spuren der Hildesheimer Straße in Alt-Laatzen sollen auf zwei reduziert werden – so sieht es zumindest der Verkehrsentwicklungsplan vor. Quelle: Daniel. Junker
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Laatzen

Mit einem neuen Verkehrsentwicklungsplan will die Stadt die Weichen für den künftigen Verkehr in Laatzen stellen: In den nächsten Wochen wird das umfangreiche Papier in den Ortsräten und Ratsausschüssen abschließend diskutiert. Der Plan sieht unter anderem vor, die vierspurige Verkehrsführung auf der Hildesheimer Straße auf zwei Spuren zurückzuführen – zu Gunsten von Mehrzweckstreifen für Radfahrer. Auch die Erich-Panitz-Straße könnte auf Höhe des Leine-Centers schmaler werden. Die Ratsgruppe SPD/Grüne/FDP/Scheibe/Faull hat sich jetzt grundsätzlich für den Plan ausgesprochen.

Bereits am vergangenen Sonnabend hatte sich die Ratsgruppe mit der Planung eingehend befasst – und ein „grundsätzliches Einverständnis“ erzielt, wie Fraktionsgeschäftsführer Peter Hellemann berichtet. Teilgenommen hätten nicht nur Mitglieder der Ratsfraktion, sondern auch Ortsratsmitglieder, die der Gruppe angehören.

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Diskutiert wurde unter anderem die Rücknahme der vierstreifigen Verkehrsführung auf der Hildesheimer Straße zu Gunsten von Mehrzweckstreifen für Radfahrer sowie auf der Erich-Panitz-Straße vor dem Leine-Centers. „Dort bestehen bereits jetzt durchgängig unbeschränkte Parkmöglichkeiten auf der rechten Spur“, begründet der Vorsitzende der Ratsgruppe Ernesto Nebot die Position der Gruppe. „Wenn für Fußgänger und Radfahrer Verbesserungen eingeführt werden, bedeutet dies nicht gleichzeitig eine Verschlechterung für den Kfz-Verkehr. Wir erreichen aber eine erhöhte Sicherung für Fußgänger und Radfahrer.“

Auch bei den anderen Themenfeldern stimmt Rot-Rot-Grün dem Verkehrsentwicklungsplan zu:

Radverkehr: „Die Rahmenbedingungen für den Radverkehr sind weiter zu verbessern“, fordert die Ratsgruppe im Einklang mit den Vorschlägen im Verkehrsentwicklungsplan. Der Radwegenetzplan müsse aktualisiert und vervollständigt werden: Aufzunehmen seien etwa Wegeverbindungen auf nicht öffentlichen Grundstücken. Auch Verbindungen zwischen den Ortsteilen müssten gefördert und Abstellmöglichkeiten an Haltestellen und Einkaufszentren geschaffen werden.

Öffentlicher Nahverkehr: Die rot-rot-grüne Gruppe unterstützt ausdrücklich Vorhaben wie die Verlängerung der Stadtbahnlinie 2 bis Gleidingen-Süd, die Verlängerung der Linie 6 vom Kronsberg bis Laatzen-Mitte und die Einrichtung eines S-Bahnhofs in Laatzen-Mitte. Auch die Idee eines Stadtbusses, der zwischen Rethen, Grasdorf und Laatzen-Mitte verkehrt, kam bei der Klausurtagung gut an. Ein aus Sicht der Gruppe wichtiger Grundsatz: „Der Bedarfsverkehr im öffentlichen Raum ist auszubauen, eine stärkere Beteiligung an lokal orientierten Verkehrsverbindungen zu berücksichtigen.“

Barrierefreiheit: Das planerische Konzept zur Barrierefreiheit wird von der Ratsgruppe uneingeschränkt geteilt. Der Verkehrsplan sieht unter anderem durchgehende taktile Leitsysteme für Sehbehinderte vor, die Sicherung von wichtigen Querungen für Seh- und Gehbehinderte und behindertengerechte Rampenanlagen zwischen Stadtbahnhaltestelle und Leine-Center in Laatzen-Mitte.

Von Johannes Dorndorf