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Laatzen Jede vierte Straßenlaterne leuchtet jetzt mit LED-Technik
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13:58 19.11.2019
Straßenbeleuchtung mit LED-Technik: Wolfgang Aue, EVU-Monteur bei Avacon, kontrolliert einen der neuen Lampenköpfe an der Würzburger Straße. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

Die Stadt Laatzen will ihren Energieverbrauch senken und dies unter anderem erreichen, indem sie ihre teils jahrzehntealte Straßenbeleuchtung weiter modernisiert. In der nach 2017 zweiten großen Erneuerungsrunde wurden von Juli bis September 312 Leuchten energetisch umgerüstet und neue Lampenköpfe mit LED-Technik installiert.

„Wir erhoffen uns davon erhebliche Einsparungen“, erklärte Stadtrat Axel Grüning am Montag bei einem Ortstermin mit Vertretern des Ausschreibungssiegers Avacon in Laatzen-Mitte. Im Vergleich zu den bisher verbauten Quecksilber- und Natriumdampflampen werde der Energieverbrauch mit LED um durchschnittlich 77,25 Prozent gesenkt. Auf diese Weise könnten im Haushalt 27.000 Euro pro Jahr gespart werden. Verbaut wurden Lampenköpfe des Laatzener Leuchtenherstellers Lunux (früher Hellux).

LED ist langlebiger und wartungsärmer

Zwar kostet der Austausch die Stadt auch einiges an Geld – rund 160.000 Euro – doch sind die neuen Lampenköpfe mit LED-Bord und Steuerungsteil auch deutlich langlebiger und wartungsärmer, weshalb sich die Ausgaben auch bald amortisieren. Hielten die bisherigen Leuchtstoffkörper etwa 10.000 Betriebsstunden, was etwa zweieinhalb Jahren entspricht, habe LED ein zehnfaches der Lebenserwartung: also rund 25 Jahre.

Obwohl die Zahl der Lampen in Laatzen gestiegen und längst noch nicht alle umgerüstet sind, sind der Energiebedarf und damit auch die Stromkosten in den vergangenen Jahren gesunken auf zuletzt 246.000 Euro im Jahr 2018. In den Monaten bis September fielen an Laatzens Straßen, Wegen und Plätzen Leuchtkosten in Höhe von 157.000 Euro an. Verglichen mit dem Jahr 2012 spart die Stadt jährlich 340.000 Kilowattstunden Strom.

Ende der Quecksilberdampflampe in Laatzen

Die Lampen würden nicht straßenweise ausgetauscht, sondern nach Bedarf und abschnittsweise, betonte Grüning, und zwar im gesamten Stadtgebiet von Ingeln-Oesselse über Gleidingen bis Alt-Laatzen. Für die Auswahl der jeweiligen Lampen greift die Stadt auf ihr Leuchtenkataster zurück, das Alter und Standort genau auflistet. So wurden auch die letzten noch in Laatzen verbauten mehr als 30 Jahre alten Quecksilberdampflampen aufgespürt. Diese sind nun vollständig aus dem Stadtbild verschwunden, so Grüning.

Wie oft sie im Hubsteiger hoch und runter gefahren ist, weiß Katharina Haas nicht mehr, nur dass es „mehr als 200 Lampen“ waren. Gemeinsam mit anderen Auszubildenden vom Avacon-Standort in Rethen ließ sich die junge Frau von ihren Ausbildern erklären, worauf es beim Einbau der Lampen ankommt. Zusätzlich wurde außerdem die Standfestigkeit der Leuchtmasten überprüft.

Der nächste größere Austausch von Lampen ist für 2021 geplant.

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Von Astrid Köhler

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