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Laatzen Es fehlen kleine und bezahlbare Wohnungen – sagen SPD und KSG
Aus der Region Region Hannover Laatzen Es fehlen kleine und bezahlbare Wohnungen – sagen SPD und KSG
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13:23 12.07.2019
Die KSG hat zuletzt unter anderem Neubauten an der Gutenbergstraße erworben. Es fehlen allerdings weiterhin günstige Wohnungen in Laatzen. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

Bezahlbarer Wohnraum wird in der Region Hannover, aber auch speziell in Laatzen knapper. Um über mögliche Wege aus der angespannten Lage zu diskutieren, hat die örtliche Landtagsabgeordnete Silke Lesemann gemeinsam mit anderen SPD-Abgeordneten aus der Region und Laatzens Ortsvereinsvorsitzendem Harald Zietz das Gespräch mit der KSG Hannover gesucht. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft war zuletzt von den Laatzener Sozialdemokraten dafür kritisiert worden, zu wenige Wohnungen im Stadtgebiet zu bauen.

„Druck bei günstigen Wohnungen ist hoch“

„Der Wohnungsdruck ist hoch, aber nur bei günstigen Wohnungen: Ansonsten gibt es keine Wohnungsnot in Laatzen“, stellte KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range im Gespräch in der KSG-Zentrale in Alt-Laatzen fest. Das von den Regionskommunen getragene Unternehmen habe für Laatzen 3000 Interessenten ermittelt. Gesucht werde dabei vor allem ein Segment: Wohnungen mit einer Warmmiete von bis zu 650 Euro. Hauptproblem vor Ort sei es aus seiner Sicht, geeignete Grundstücke zu finden. Das einzige derzeit geplante Projekt umfasst 15 Wohnungen am Kreuzweg in Alt-Laatzen.

„Es mangelt an Wohnungen im untereren Preissegment und an kleineren Wohnungen für ältere Menschen, die aus ihrer größeren Wohnung ausziehen wollen“, betonte Laatzens SPD-Vorsitzender Harald Zietz bei dem Gespräch.

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Harald Zietz (von links) und die Landtagsabgeordneten Silke Lesemann, Claudia Schüßler, Kerstin Liebelt und Thordies Hanisch sprechen mit KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range (Zweiter von rechts) und Prokurist Stephan Prinz über die Wohnungssituation in der Region. Quelle: Privat

Bauwirtschaft an der Kapazitätsgrenze?

Regionsweit habe sich die KSG zum Ziel gesetzt, den Eigenbestand bis 2025 von 8000 auf 10.000 Wohnungen zu steigern, ergänzte Range. „Wir wollen das führende Wohnungsunternehmen in der Region Hannover werden.“ In Gehrden habe die KSG kürzlich 15 Wohnungen fertiggestellt, in Seelze entstünden 31 Wohneinheiten, und am hannoverschen Kronsberg sollten 3500 Wohnungen entstehen, die die KSG gemeinsam mit anderen Wohnungsbaugesellschaften realisiere. „Im Moment bauen wir 1000 Wohnungen, das ist eine große Anzahl“, sagte Range. Mit den in Hannover in den nächsten Jahren geplanten rund 9000 Wohnungen stoße die Bauwirtschaft allerdings an ihre Kapazitätsgrenzen. „Es gibt nicht ausreichend Bauunternehmen.“

Ein Problem aus Ranges Sicht sind die verschiedenen Förderrichtlinien für sozialen Wohnungsbau mit drei unterschiedlichen Förderprogrammen von Bund, Land und Region. Die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann lud den KSG-Geschäftsführer in den Landtag ein, um mit den Verantwortlichen direkt zu sprechen.

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Von Johannes Dorndorf

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