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Laatzen Geflüchtete feiern das Zuckerfest mit Nachbarn und Unterstützern in Rethen
Aus der Region Region Hannover Laatzen Geflüchtete feiern das Zuckerfest mit Nachbarn und Unterstützern in Rethen
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00:15 09.06.2019
Die folkloristische Tanzgruppe übte mit den beiden Trainern Jwan Mahmoud und Lana Istanbouli eine kleine Show, die auch Besucher zum Mitmachen animierte. Quelle: Mario Moers
Rethen

Für die Geflüchteten ist es ein Gefühl von Heimat, das gemeinsame Zuckerfest zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan. Weil zu ihrer neuen Heimat auch die Unterstützer aus Laatzen gehören, lud die Männergruppe Laatzener Flüchtlinge auch neue Freunde und Helfer des Netzwerks für Flüchtlinge zu einer gemeinsamen Feier ein. Die vollbesetzten Stuhlreihen zeigen, wie nachhaltig beide Seiten die Willkommenskultur bis heute pflegen.

„Wir wollen heute auch zeigen, dass wir Geflüchtete Kultur mitbringen und nicht den negativen Vorurteilen entsprechen, die noch oft existieren“, sagt die 19-jährige Diana Istanbouli. Die junge Syrerin hat für das Fest ein kleines Theaterstück geschrieben. Jugendliche spielen darin den Ablauf des Fastenmonats nach. „In Deutschland fragen uns immer viele, warum fastet ihr?“, erzählt sie. „Ich wollte ein bisschen das Gefühl haben, wie in Syrien“, antwortet die Modedesign-Auszubildende dann.

Gemeinschaft hilft und tut gut

Ihr Vater Wasim Istanbouli gehört zu einer Männergruppe, die sich seit Januar regelmäßig in der Gemeinschaftsunterkunft Pestalozzistraße trifft. Weil Bürokratie, Sprache und Ankommen noch immer viele Geflüchtete vor große Herausforderungen stellen, hilft die Gruppe sich gegenseitig. Den Anstoß zu den Treffen gab Stadtmitarbeiterin Narmin Rashid. Sie hatte zuvor bereits eine Frauengruppe geleitet und die Idee zu der Männerrunde. „Vieles läuft noch vorrangig in den Familien ab, stabile Gemeinschaften gibt es noch nicht. Da sind solche Gruppen vielleicht ein kleiner Anfang“, sagt Mareike Fruth, die Koordinatorin des Unterstützernetzwerks in Laatzen.

Eine Jugendliche reicht zwei älteren Besuchern Süßes zum Ende des Fastenmonats. . Quelle: Mario Moers

Nach der Flucht und trotz vieler Herausforderungen ist das gemeinsame Zuckerfest mit den anderen Geflüchteten aus vielen unterschiedlichen Ländern und den neuen Freunden und Nachbarn eine willkommene Abwechslung. Orientalische Musik und folkloristischer Tanz sorgen schnell für beste Stimmung, es wird mitgetanzt, gesungen und geklatscht. Am Abend wird das üppig gedeckte Büfett eröffnet, endlich, nach einem Monat Fasten.

Von Mario Moers

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