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Laatzen Bürger melden monatlich 100 Mängel
Aus der Region Region Hannover Laatzen Bürger melden monatlich 100 Mängel
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19:03 01.01.2019
Die nach Straßenarbeiten im Auftrag der Stadt Laatzen in einer Böschung am Parkplatz 2 des Leine-Centers vergessenen Farbeimer wurden zwar zweimal gemeldet, tauchten aber nicht im Meldeportal auf. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen

 Wenn Bürger einen wilden Sperrmüllhaufen entdecken, eine Straßenlaterne kaputt ist oder ein Schaden auf einem Spielplatz feststellen, dann haben sie seit einiger Zeit eine niedrigschwellige und schnelle Möglichkeit, die Stadt rund um die Uhr auf diese Mängel hinzuweisen: über die vom Land Niedersachsen finanzierte kommunale Plattform „Sag’s uns einfach“. Fast 3100 Meldungen sind allein in Laatzen seit dem Start im April 2016 eingegangen. Durchschnittlich sind es 100 pro Monat. Wer allerdings erwartet, den gemeldeten Missstand anschließend auch verlässlich auf der dazugehörigen Internetkarte zu entdecken, wird mitunter enttäuscht.

Die Zahl der persönlich oder telefonisch gemeldeten Missstände habe merklich abgenommen, sagte Stadtsprecher Matthias Brinkmann: „Somit ist die Einführung des Sag‘s uns einfach Tools als Erfolg zu verzeichnen.“ Immer mehr Laatzener nutzen die Möglichkeit, die entdeckten Mängel direkt von ihrem Computer aus oder über das Smartphone zu melden. Vorteil: Durch die Fragebogen ähnliche Abfrage der Mangelart und des genauen Standortes sowie der Möglichkeit, ein Foto beizufügen, erhalten die zuständigen Fachteams umfangreich und direkt Kenntnis.

Am weitaus häufigsten wurden bisher wilder Müll und Störungen bei der Straßenbeleuchtungen gemeldet. Fast jede fünfte Meldung bezog sich darauf. Auf Platz drei folgen Hinweise auf wild abgestellte Einkaufswagen, Falschparker oder die „Sichtbehinderung durch Straßenbegleitgrün“. Ein Großteil der Meldungen taucht anschließend mit dem gemeldeten Standort und dem jeweiligen Bearbeitungsstatus auf der Internetseite von „Sag‘s uns einfach“ auf, bestätigte Brinkmann. Auf diese Weise könnten Doppelmeldungen vermieden werden.

Als allerdings jüngst Meldungen und ein Fotohinweis auf zwei alte rostige Metallbehälter in der Böschung der Erich-Panitz-Straße zum Parktplatz 2 des Leine-Centers eingingen, tauchten diese nicht in der öffentlich einsehbaren Karte auf und gab es – trotz hinterlassener Email-Adesse – tagelang keine Reaktion. Das kuriose: Die Eimer erhielten den Hinweis, dass ihr Inhalt für Straßenarbeiten im Auftrag der Stadt Laatzen im August an der Albert-Schweitzer-Straße verwendet wurden.

Der Vermutung, wonach diese Meldung aufgrund der Verbindung zur Stadt Laatzen nicht veröffentlicht wurde, widerspricht Brinkmann. Entscheidend sei vielmehr der gemeldete Standort. Die Eimer hätten auf einem Privatgelände gestanden und deshalb nicht aufgenommen worden. Auch wenn im konkreten Fall kein Anlass dafür bestand, Privatleute zu schützen, werde lieber zu wenig als zu viel veröffentlicht. Die Mitarbeiter seien entsprechend geschult. Wichtiger als die Veröffentlichung sei eh, dass die Meldung überhaupt eingehe und bearbeitet werde. Im Fall der rostigen Farbeimer wurde nach einer Woche eine Bestätigungsemail versandt und die Eimer abgeholt.

Wie Brinkmann weiter erläuterte würden die Meldungseingänge ein- bis zweimal am Tag kontrolliert, sortiert und an die entsprechenden Fachteams zur Bearbeitung weitergeleitet. Am Neujahrstag standen auf der Laatzener Seite von „Sag‘s uns einfach“ 15 Meldungen, davon neun mit dem Status „in Bearbeitung“. Einige Tage nach ihrer Erledigung werden die Einträge wieder gelöscht.

Von Astrid Köhler

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